Urnen im Blumenbeet

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Hier werden ab Juli die ersten Urnen beigesetzt: Christina Breuninger an der neuen Gemeinschaftsgrabanlage in Nieder-Roden.

Rodgau (eh) - Der Trend zu pflegeleichten Grabstätten ist auf den Rodgauer Friedhöfen angekommen. Die neuen Gemeinschaftsgrabanlagen und die Rasengräber können ab Anfang Juli belegt werden. Sie ergänzen das bisherige Angebot an Bestattungsformen.

Die Stadtwerke Rodgau, die die Friedhöfe verwalten, rechnen mit einer hohen Nachfrage. „Das Bestattungsverhalten hat sich komplett geändert“, weiß Sachgebietsleiterin Christina Breuninger.

Die Neukonzeption der Friedhöfe habe gezeigt, dass der Flächenbedarf trotz steigender Bestattungszahlen zurückgehe, berichtet Erster Stadtrat Michael Schüßler: „Wir sind dabei auch auf die Wünsche der Bürger nach pflegeärmeren Grabanlagen eingegangen.“

Zwei neue Formen von Grabstätten

In jedem der fünf Stadtteile bietet die Stadt ab Juli zwei neue Formen von Grabstätten an: pflegefreie Gemeinschaftsgrabanlagen und pflegearme Rasengräber. An den Gemeinschaftsanlagen werden die Namen sowie Lebens- und Sterbejahr in einheitlicher Form angebracht. Die Rasengräber hingegen lassen Raum für individuelle Gestaltung mit Grabstein und einem schmalen Pflanzstreifen; der größte Teil der Fläche wird mit Rasen eingesät.

Die Friedhofsverwaltung bestimmt das Erscheinungsbild der Gemeinschaftsanlagen pflegt sie. Eigens für diesen Ort geschaffene Skulpturen bilden einen künstlerischen Mittelpunkt. Nur dort können Angehörige Blumen oder Gestecke ablegen. Der Preis eines solchen Grabes enthält die Pflegekosten für 20 Jahre. Ein Grab in einer Gemeinschaftsanlage kostet 1180 Euro (Urne) oder 1940 Euro (Sarg), ein Rasengrab (Sarg) 1632 Euro. Dazu kommen noch Gebühren für die Beisetzung.

Quelle: op-online.de

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