Frank Eser legt Amt nieder

Wasserturmfreunde: Vorsitzender mag nicht mehr

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Frank Eser (rechts) legte den Vorsitz nieder, Stephan Mathes (links) führt die Geschäfte kommissarisch.

Jügesheim - Der Verein der Freunde des Wasserturms muss ohne seinen langjährigen Vorsitzenden Frank Eser auskommen. Nach 30 Jahren im Verein und 28 Jahren Vorstandsarbeit legt der Mitbegründer sein Amt nieder.

Es geschieht aus Verärgerung und Enttäuschung darüber, „wie die Stadt mit uns umgegangen ist“. Eser reklamiert, der Verein sei von der Stadt mit den Neubauplänen eines Hospizes direkt am Wasserturmgelände vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Jahrelang habe man zusammen mit der Stadt Ideen entwickelt, was am Wasserturm an Aktivitäten zusätzlich möglich sei (mobile Bühne für Kulturveranstaltungen, Wasserspielplatz). Und plötzlich habe es geheißen, es werde ein Hospiz gebaut. Eser betont, er habe absolut nichts gegen das Hospiz, wenngleich man sich über dessen Standort an Turm und Friedhof streiten könne. Ihn störe allein die Vorgehensweise der Stadt. 14 Tage vor einem mit Bürgermeister Hoffmann angesetzten Termin habe unerwartet die Bauverwaltung zum Gespräch gebeten und ihn und seinen Stellvertreter Stephan Mathes mit den Hospizplänen konfrontiert. Der Verein solle dies als Chance begreifen. Das habe ihn brüskiert.

Mathes führt bis zur Hauptversammlung im Oktober die Geschäfte kommissarisch. Er betont, die Stadt und der Verein seien nach wie vor „in guten Gesprächen“ über die Zukunft des Geländes. Das gelte auch für das Miteinander mit den Hospiz-Bauherren von der Hospizstiftung Rotary Rodgau. Der Wasserturmverein könne seine Ideen weiterhin ohne Einschränkung entwickeln.

Bilder: Budenzauber am Wasserturm in Jügesheim

Stadtsprecherin Sabine Fischer versichert, die Stadt habe in dem Gespräch lediglich versucht, ein „konstruktives Verständnis für unsere Ideen und die Entwicklung dieses Geländes in seiner Gesamtheit zu wecken“. Dass dies zu überraschend kam, könne man jetzt nicht mehr ändern. „Wir dachten, wir machen es gut, indem wir alle ins Boot holen.“ (bp)

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Quelle: op-online.de

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