Der 24-Stunden-Lauf auch in Schweden?

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Die erfolgreichste Mannschaft aus Rodgau: „Die Allerscheenste“ des TSV Dudenhofen freuen sich über ihren dritten Platz.

Dudenhofen (eh) - „Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“, sagt Christian Goldmann, Vorsitzender des Vereins „Gemeinsam mit Behinderten“.

Auch nach dem finanziell erfolgreichsten 24-Stunden-Lauf in der Geschichte des Vereins steht erst einmal eine „Manöverkritik“ an - denn zu verbessern gibt es immer etwas.

Vom Start weg legten nicht nur die Läufer, sondern auch die Spender ein tolles Tempo vor. Schon am Samstag um 12.06 Uhr meldete Stadionsprecher Matthias Ott: „Nach sechs Minuten die ersten 1 000 Euro. So könnte es weitergehen.“

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Fast 200.000 Euro Spenden mobilisiert

Während die ersten Spenden flossen, liefen einige Mannschaften noch in Unterzahl. Trotz der „Läuferbörse“ im Internet waren sie mit weniger als zehn Sportlern an den Start gegangen. Zumindest für zwei Teams sollte sich das aber noch kurzfristig ändern. Um 12.18 Uhr suchte Matthias Ott per Lautsprecherdurchsage eine neue Mannschaft für Walter Steckenreiter, dessen Team kurzfristig abgesagt hatte. In weniger als 30 Sekunden hatte Steckenreiter eine neue Heimat: die „Stolpertruppe“. Etwa 20 Minuten später das gleiche Spiel: Erneut meldete sich ein Läufer, der eine Mannschaft verstärken wollte. Die „Sandlerkönige“ brauchten keine 20 Sekunden, um zuzugreifen.

Nach dem Vorbild des Rodgauer 24-Stunden-Laufs sind in den letzten Jahren viele ähnliche Benefizveranstaltungen entstanden - von Wörschach (Österreich) bis Delmenhorst und von Lörrach bis Hochheim. Auch in Hanau gibt es einen 24-Stunden-Lauf. Bei der Premiere im Juni mit 150 Teilnehmern wurden 14 .900 Euro für das Projekt „Schwanennest“ gespendet, eine Kurzzeitpflege-Einrichtung für junge Behinderte.

Bld auch in Skandinavien

Die Idee wird möglicherweise bald sogar nach Skandinavien exportiert. Per Ewers vom Rotary-Club Västerled in Stockholm (Schweden) schaute sich am Samstag den 24-Stunden-Lauf vor und hinter den Kulissen an. Christian Goldmann, ein bekennender Schweden-Fan, hat ihm seine Unterstützung zugesagt.

Auch Kinder laufen ab und zu eine Runde als Begleitung mit.

Lucas Pritchard, Sänger der Band „Mob“, hatte Freunde aus Wales zu Gast. „Was würde denn bei euch an Spenden zusammenkommen?“, fragte er neugierig. „50 Pfund“, sagte sein Gast trocken, „aber nur bei gutem Wetter.“

Mehr als 400 Läufer und 180 229 Euro an Spenden: An Superlativen herrschte beim 24-Stunden-Lauf am Wochenende kein Mangel. Rekordverdächtig sind auch die Getränkemengen, die während der 24 Stunden durch die Kehlen der Sportler flossen. Christian Goldmann zählt auf: Mindestens 200 Kisten Wasser, 40 Kisten Vita-Malz und bestimmt 80 Kisten Apfelschorle. Auch gegessen wurde wieder kräftig, unter anderem 1 000 Becher Jogurt, jeweils 50 Kilogramm Käse und Salami auf ungezählten Brötchen und 100 Quadratmeter Kuchen.

Quelle: op-online.de

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