Sanitäter aus Heusenstamm verurteilt

16-Jährige im Rettungswagen vergewaltigt

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In einem Rettungswagen vergewaltigte ein Rettungsassistent eine betrunkene 16-Jährige.

Rodgau/Heusenstamm – Es ist eigentlich unvorstellbar: Eine hilflose 16-Jährige ist in einem Rettungswagen von einem Sanitäter vergewaltigt worden. Der Täter wurde heute vor dem Landgericht in Darmstadt verurteilt.  

Ein Samstagabend im August 2013. In Rodgau-Hainhausen besäuft sich eine 16-Jährige. Sie trinkt viel zu viel. So viel, dass Freunde schließlich aus Angst vor einer Alkoholvergiftung den Notruf wählen. Wenige Minuten später ist der Rettungswagen vor Ort. Was anschließend auf der Fahrt (etwa 20 Kilometer) ins Klinikum Offenbach passiert, beschäftigte nun das Landgericht Darmstadt.

Laut Anklage hat der damals 27-jährige Rettungsassistent Daniel B. aus Heusenstamm die mit Gurten an der Trage geschnallte hilflose und halb bewusstlose Jugendliche sexuell missbraucht. Sein Kollege und Fahrer des Rettungswagens bekommt von allem nichts mit. Offenbar glaubte der Täter, sein Opfer sei so betrunken, dass es sich später nicht mehr an die Vergewaltigung erinnern kann. Doch das Mädchen erstattet Anzeige, Daniel B. zeigt sich geständig. Die Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre, die Verteidigung eine Bewährungsstrafe: Am Ende lautet das Urteil viereinhalb Jahre Haft ohne Bewährung.

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Bereits bei der Verlesung der Anklage im Landgericht Darmstadt vor einigen Tagen wurden die unglaublichen Details der Tat bekannt: Demnach schob der Rettungsassistent zunächst das T-Shirt der 16-Jährigen nach oben und berührte die Brust. Anschließend fuhr er mit der Hand in die Hose die Mädchens. Das reichte dem 27-Jährigen jedoch nicht. Für seinen perversen Höhepunkte sorgte er mit Oralsex. Das Mädchen konnte sich nicht wehren und musste sich zudem nach dem Samenerguss des Täters übergeben. Spermaspuren auf der Kleidung der 16-Jährigen überführten letztendlich den Heusenstammer. Dieser wird auch ohne einen Zivilprozess 10.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Rettungsassistent wurde sofort nach Bekanntgabe der Vorwürfe von seinem Arbeitgeber (Malteser) freigestellt. Nun ist der Ex-Sanitäter vorbestraft und muss ins Gefängnis. Für das Opfer womöglich nur ein schwacher Trost.

dr

Quelle: op-online.de

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