Vergnügen pur

Sommerfahrzeug: Hein Vogel nutzt seinen Spider nur für kurze Strecken

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Hein Vogel hat viel Spaß an seinem Spider. Nachts mit dem Auto unterwegs zu sein, sei für ihn Vergnügen pur, gesteht der 75-Jährige.

Der Vorführeffekt: Heute will das gute Stück gar nicht anspringen. Doch ein freundlicher Nachbar hilft dabei, den Wagen aus der Garage zu rollen. 1977 hat Hein Vogel den Fiat Spider 124 (Baujahr 1974) gekauft.

Rollwald – Der erste Eindruck vom Wagen passt zur Erfahrung seines Besitzers: „Italienische Autos sind empfindlich und zickig“, sagt er. Man müsse liebevoll mit ihnen umgehen und ihnen ihr schwieriges Verhalten bei klammen Temperaturen verzeihen.

Deswegen ist wirkliches Fahrvergnügen für den Cabriofreund nur im Sommer gegeben. Gefahren wird ausschließlich zum Spaß, denn „das sind keine Alltagsautos“, sagt der 75-Jährige ganz rigoros. Nachts offen zu fahren, sei für ihn Vergnügen pur, gesteht  der Spider-Besitzer, der den Wagen nicht missen möchte: „Das Auto gehört schon ein bisschen zu mir.“

Der Wagen, den ursprünglich seine verstorbene Frau fuhr, sei eigentlich orange gewesen, bei einer Komplettsanierung aber auch neu lackiert worden, wie sein schnauzbärtiger Besitzer berichtet. Er möchte seinen Flitzer nicht in einer dunklen Ecke im Parkhaus wissen. Deswegen also wird das Cabrio nur für kurze Strecken benutzt, etwa wenn es zum Golfen oder auf den Tennisplatz geht. Mit diesen Sportarten hält sich der aus Münster in Westfahlen stammende Senior fit.

Ein schönes Holzlenkrad sowie ein hölzernes Armaturenbrett gehörten zur Ausstattung des flotten Wagens. Fotos: Weil

„Das ist mir aber zu wenig“, sagt der Wahl-Rodgauer. Deswegen ist er immer noch als freiberuflicher Journalist für Fachzeitschriften der Touristikbranche tätig und weltweit unterwegs. „Das, was ich so erlebe, da müssen andere viel Geld zahlen“, sagt er. In Bochum hat Vogel Betriebswirtschaftslehre studiert, später hat er für Fluggesellschaften im Marketing gearbeitet. Zum Schreiben kam er eher zufällig. Doch weil er so viel Freude daran hatte, machte er sich selbstständig.

Rodgau: Zeit um am eigenen Wagen zu schrauben

Zwischen Reisen, Golf- und Tennisplatz sowie der Familie, zu der auch drei Enkel gehören, findet der Cabriofan auch ab und zu die Zeit, um an dem Wagen zu schrauben. „Man muss ein wenig technisches Verständnis mitbringen, sonst wird das Hobby zu teuer“, findet er. Vorsichtshalber hat er auch Ersatzteile griffbereit: einen zweiten Motor und diverse Leuchten.

Eine seiner beiden Töchter habe er mit dem Sportwagen-Bazillus infiziert, glaubt Vogel. Sie fährt nämlich auch einen Spider.

Quelle: op-online.de

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