Verlockende Früchtchen auf Feldern

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Dan Fischer und sein Sohn Fin wiegen Erdbeeren.

Rodgau (bp) - Leuchtend rot, herrlich duftend und super saftig: Was derzeit auf der Erdbeerfeldern in Rodgau reift, ist eine echte Versuchung. Der Regen der vergangenen Tagen war ein Segen.

Die verlockenden Früchtchen hängen jetzt wieder tausendfach unter grünen Blättern und warten auf fleißige Hände. Doch Selberpflücken kommt immer mehr aus der Mode. Zu günstig sind die Preise beim Discounter, als dass man sich die Hände schmutzig machte.

Wer’s trotzdem mal (natürlich gegen Bezahlung) versuchen möchte, ist zum Beispiel auf dem Sandhof in Jügesheim richtig. Nahe dem Sportzentrum von TGS und TGM SV steht auf vier Feldern von Landwirt Dan Fischer das beliebte Beerenobst bis in den Juli hinein in voller Pracht. Geöffnet ist täglich (auch sonntags) von 9 bis 18 Uhr.

Ebenfalls täglich rücken Fischers rumänische und polnische Erntehelfer aus, um die leckeren Früchte für den Verkauf an diversen Straßenständen und im gut sortierten Hofladen behutsam zu pflücken.

Gute Aussichten

„Die nächsten Wochen gibt es Erdbeeren satt“, freut sich Fischer über gute Aussichten. Zwar hatte der Frost zu Ostern den Blüten der Pflanzen zugesetzt und die Ernte gefährdet. Dafür entschädigt nun aber das beständig gute Wetter der letzten Wochen. Zumal der Jügesheimer Bauer seine Felder bewässert. „Ohne Bewässerung ging’s bei unseren lockeren Sandböden auch nicht. Die halten das Wasser zu schlecht.“

Dan Fischer kennt die Zeiten noch gut, in denen die Rodgauer ihre Erdbeeren in großen Mengen eigenhändig geerntet haben, um einzukochen und sich zu versorgen. „Heute geschieht das mehr zum Spaß. Väter und Mütter kommen mit ihren Kindern, um mal zu zeigen, wie man Erdbeeren selbst pflückt. Aber die Mengen wie damals werden nicht mehr geholt. Mal eine Schale oder zwei, mehr nicht.“

Mehrere Sorten, die zu verschiedenen Zeiten reif sind, warten auf dem Sandhof auf Obstfreunde. Zuerst ist „Clery“ an der Reihe. Dann folgt „El Santa“ und zuletzt „Symphonie.“ Diese Sorten haben sich bei Fischers bewährt und kommen bei den Kunden gut an. Bis Mitte, Ende Juli, wird die Saison wohl gehen. Dann kommen die Himbeeren und Mirabellen an die Reihe - und im Herbst schließlich die Äpfel.

Quelle: op-online.de

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