Strandbad Nieder-Roden vorerst geschlossen

Vermisste Schwimmerin noch nicht gefunden

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Das Strandbad Nieder-Roden ist geschlossen. Einsatzkräfte suchen seit Donnerstagabend einen vermissten Badegast.

Nieder-Roden - Rettungskräfte suchen am und im Badesee weiterhin nach einer vermissten Schwimmerin. Das Strandbad ist vorerst geschlossen. Die Frau war am Donnerstag gegen 17 Uhr zum letzten Mal gesehen worden. Am Abend lag nur noch ihre Kleidung am FKK-Strand.

„Die Polizei geht davon aus, dass die Frau im See schwimmen war und nicht mehr an ihren Liegeplatz zurückkehrte“, teilt das Polizeipräsidium Südosthessen mit. Die Kripo habe die Ermittlungen übernommen. Die Identität der Frau ist unklar. Der Polizei liege keine Vermisstenmeldung vor, sagt Pressesprecher Michael Malkmus. Eine Strandnachbarin habe jedoch Angaben über die Vermisste gemacht. Bei den liegen gebliebenen Kleidern fand sich eine Saisonkarte fürs Strandbad. „Falls die Sachen der vermissten Person gehören, wissen wir zumindest den Namen“, sagt die städtische Pressesprecherin Sabine Fischer.

Mit aller Kraft wird die Suche auf dem abgesperrten Strandbadgelände fortgesetzt.

Nach dem Ende der Operettenaufführung „Der Vogelhändler“ gegen 20 Uhr hatten die rund 250 Zuschauer und die letzten Badegäste das Gelände verlassen. Danach wurde die Kleidung am FKK-Strand entdeckt. Der Schwimmmeister alarmierte daraufhin DLRG, Feuerwehr und Polizei. 63 Personen nahmen die Suche auf: an Land, im Wasser und aus der Luft. DLRG-Helfer bildeten eine Menschenkette und durchkämmten das Flachwasser. Vier Taucher der DLRG Mainhausen suchten an tieferen Stellen des Sees. Der Polizeihubschrauber kreiste. Auch auf dem Gelände verlief die Suche nach der Vermissten bis gegen 22.15 Uhr ergebnislos.

Am Freitag ging die Aktion weiter. Jeweils vier Taucher der Feuerwehren aus Aschaffenburg und Maintal stiegen ins Wasser. Die Feuerwehr Mühlheim kreuzte mit einem Boot mit Ultraschallgerät. Gegen 14 Uhr trafen vier Spürhunde der Feuerwehr Lampertheim ein.

Noch nie dauerte eine Vermisstensuche am Badesee so lang, dass sie am nächsten Tag fortgesetzt werden musste. In den weitaus meisten Fällen konnten vermisste Badegäste nur noch tot geborgen werden. Es gab aber auch mindestens einen Fall, in dem Besucher das Strandbad in Badesachen verließen, ohne ihre Kleidung mitzunehmen.

SOS vom Smartphone: Das Mobiltelefon als Nothelfer

Wie lange die Suche fortgesetzt wird, kann die Stadt nicht sagen. Das sei Sache der Polizei. Die Verantwortlichen dachten bereits am Freitagmorgen darüber nach: „Was sollen wir tun, wenn die Suche ergebnislos bleibt?“

Seit Freitagmorgen sind die Parkplätze weiträumig abgesperrt, weiße Planen verhindern die Sicht ins Strandbad. Auch die Presse durfte nicht aufs Gelände. Angler wurden gebeten, das Angeln einzustellen.

Die Absperrung ist eine Konsequenz aus den Szenen, die sich am Donnerstagabend abspielten. Von Blaulicht und Scheinwerfern angelockt, kamen zahlreiche Schaulustige zum Strandbad, um Fotos und Filme aufzunehmen. Stadt-Sprecherin Sabine Fischer: „Das ist schon erschreckend.“ (eh)

Quelle: op-online.de

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