Viel Ärger um Abfälle der Waldfeste

Rodgau - (eh) Wohin mit Papptellern, Plastikbechern und dem Ketchup-Klecks? Die Müllabfuhr an den Waldfestplätzen sorgt für Aufregung unter den Vereinen.

Bisher funktionierte die Abfuhr reibungslos: Die Abfuhrfirma hatte einen Kalender aller Waldfeste und kam am nächsten Tag, um die Mülltonnen zu leeren. Das soll jetzt anders werden.

Diese Befürchtung nährte zumindest eine E-Mail der Stadtverwaltung an die Interessengemeinschaften der Ortsvereine (IGEMO) kurz vor Beginn der Waldfestsaison: Die Vereine seien künftig selbst für ihren Müll zuständig. Bei Problemen sollten sie sich an die Firma Remondis wenden.

Das sind städtische Plätze und der Eigentümer hat für die Müllentsorgung zu sorgen“, sagte die Jügesheimer IGEMO-Vorsitzende Melanie Meyer-Marbach nach einer Sitzung der Rodgau-IGEMO.

In Hainhausen haben sich die Vereine geeinigt, ihren Müll notgedrungen mit nach Hause zu nehmen und in gekaufte Müllsäcke zu stopfen. Je nach Größe des Festbetriebs koste das zwischen 30 und 45 Euro, berichtet Hainhausens IGEMO-Vorsitzender Egon Laux. Das sei immer noch billiger als die rund 1 000 Euro Jahresgebühr, die laut Müllsatzung für einen Container fällig seien. Laux: „Glücklich sind wir damit trotzdem nicht.“

Ein Problem sehen die Vereine nicht nur in den hohen Kosten, sondern auch im Zwei-Wochen-Rhythmus der Müllabfuhr: Nicht auszudenken, wenn im Sommer ein stinkender Container bis zu zwei Wochen herumstünde.

Zumindest für Dudenhofen scheint eine Lösung gefunden zu sein. „Wir haben erreicht, dass die alte Situation wieder hergestellt wird“, so IGEMO-Vorsitzender Harald Deichmann gestern gegenüber unserer Zeitung: „Der Ärger ist verraucht. Im Prinzip ist alles beim Alten geblieben.

Deichmanns Kollegen in anderen Stadtteilen wussten davon gestern noch nichts. Auch die SPD-Stadtverordnetenfraktion fordert eine verlässliche Regelung, die für alle gilt. Auch die Kosten der Entsorgung seien nicht geklärt. Fraktions-Chef Jürgen Kaiser sieht Erste Stadträtin Ripper (Müll) und Bürgermeister Schwab (Kultur) in der Pflicht: „Was uns da geboten wird, ist unerträglich.“

Quelle: op-online.de

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