Im Rodgauer Kleingarten: Immaculata Cullmann ist begeistert von Gartenzwergen

Viel Freude an lustigen Wichteln

Beete mit Gartenzwergen.
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Es lebe der Gartenzwerg: Immer wieder anders gestaltet Immaculata Cullmann ihre Beete.

Es lässt sich nicht leugnen, dass hinter der Tür mit der Nummer 38 Menschen leben, die Gartenzwerge lieben. Immaculata Cullmann hat vor vielen Jahren ihr Herz an die lustigen Wichtel verloren. Sie ist felsenfest davon überzeugt, dass die Figuren gute Laune verbreiten. Jedenfalls tragen sie ganz immens zur Stimmungsaufheiterung der agilen Rentnerin bei.

Dudenhofen – Wenn die gebürtige Italienerin in den Kleingarten in Dudenhofen kommt, begrüßt sie ihre über 100 Zwerge. „Wenn ich hier bin, fühle ich mich wie im Paradies“, sagt sie. Dann sei selbst die immer wieder aufkeimende Sorge um ihre große Familie nahe Neapel etwas gebannt. Immerhin leben dort noch sieben ihrer Geschwister und reichlich Anhang.

Los ging die Gartenzwergleidenschaft mit dem „Urzwerg“, wie Gatte Peter Cullmann verrät. Die Kunststofffigur brachte die damals zwölfjährige Tochter ins Haus, das ist 30 Jahre her. Seitdem haben sich die Mützenträger aus den Niederlanden (dort lebt die Tochter inzwischen), aus Italien und auch aus Deutschland reichlich vermehrt.

Zunächst wohnten die Kobolde im Garten des Wohnhauses in Jügesheim und nun tummeln sie sich bereits seit zehn Jahren auf der Parzelle des Kleingartenvereins Dudenhofen. Immer wieder finden lustige Mützenträger den Weg zu Immaculata Cullmann. Theoretisch ist zwar längst kein Platz mehr für Zuwachs, doch wenn sich die Dame des Hauses Mühe gibt, findet sich immer noch ein Fleckchen.

Irgendwann standen zwei Kinder vor der Tür und lieferten Gnomnachwuchs ab: „Die sagten, die fühlen sich doch wohl hier“, erzählt die stolze Gartenbesitzerin. Regelmäßig wird umgeräumt: Denn es sollen auch noch Blumen wachsen in dem Garten. Obwohl es im Verein zwar hinter vorgehaltener Hand heißt: „Die können sich doch kaum mehr bewegen auf ihrem Grundstück“ wird im Garten Nummer 38 gepflanzt und gesät.

Die umfangreiche Dekoration macht übrigens richtig Arbeit. Unerfahrene machen sich ja keine Vorstellung davon, dass die Keramik-Zierde ordentlich gepflegt sein muss. Für den Winter packt die Zwergenmutter die empfindlichsten Terrakotta-Figuren liebevoll und warm ein. Zunächst aber wäscht die 73-Jährige vorsichtig Erde und Blütenstaub ab. Dann kommen die Kobolde zum Winterschlaf in eine Truhe.

Im Frühjahr müssen alle wieder raus an die frische Luft. Damit die Gartenzwerge wieder gut aussehen, peppt ihre Besitzerin sie vorher ein bisschen auf. Dabei bessert sie kleine Macken aus und verpasst ihnen einen neuen Farbanstrich. Gatte Peter (77) hilft da gerne mit. Denn selbst für einen Handwerker wie den gelernten Elektriker ist sonst im Garten nicht immer etwas zu tun. (Von Simone Weil)

Die Cullmanns freuen sich auf die Zeit in ihrer grünen Oase.
Wie viele Gnome leben auf einem Quadratmeter?

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