Viel Lob für das „Gesamtwerk“

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Gartenbaubetriebe verwandelten den Vorplatz des Bürgerhauses Dudenhofen am Wochenende in eine grüne Gartenlandschaft. Manche Besucher veranlasste dieser Anblick zu einem Stoßseufzer: „Ach, sähe es hier doch immer so schön aus!“ Da durfte auch mal ein Ball in den Erikapflanzen landen.

Dudenhofen - (eh) Mit einem „Haus im Haus“ überraschte der Gewerbeverein Dudenhofen die Besucher seiner Ausstellung „Gesamtwerk“ am Wochenende. Mitten im Bürgerhaus-Saal hatten die Firmen eine großzügige Wohnung aufgebaut. Bei der Einrichtung arbeiteten sie Hand in Hand.

Vom Vorgarten bis zum Dach: Im Bürgerhaus-Saal hatte der Gewerbeverein ein „Haus im Haus“aufgebaut.

In jedem „Zimmer“ hatten mehrere Betriebe ihre Spuren hinterlassen: Möbel, Stoffe, Elektrogeräte, Sanitärobjekte, Blumenarrangements…
Ein Blickfang war die Kollegbühne, auf der ein echtes Dach stand: mit Wärmedämmung, Ziegeln, Dachfenstern, Solaranlage, Satellitenschüssel. Unter der Dachschräge konnte man ein Bad und ein kleines Kinderzimmer finden.

Auch die Beratung kam nicht zu kurz.

Das neue Ausstellungskonzept hat dem Gewerbeverein kräftige Impulse gegeben. „Es wurde uns wieder bewusst, was wir gemeinsam zu leisten im Stande sind“, sagte Vorsitzender Berthold Schüßler. Er würdigte die Initiative von Yvonne Wagner und Sibylle Mahr: „Die jungen Vorstandsmitglieder haben die längst überflüssigen Schranken zwischen den Gewerken entfernt.“
Nur gemeinsam seien mittelständische Unternehmen stark, betonte auch Helmut Geyer, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Offenbach. Er machte den ortsansässigen Betrieben Mut, mit Qualität und Kundennähe der Geiz-ist-geil-Mentalität zu trotzen. FDP-Bundestagsabgeordneter Dr. Heinrich Kolb (Babenhausen) lobte den Mut der Gewerbetreibenden, in der Wirtschaftskrise in eine solche Gewerbeschau zu investieren, „denn ein Risiko ist es immer.“ Bürgermeister Alois Schwab zeigte sich begeistert von der Ausstellung: „Ich kam mir fast vor wie an Weihnachten, es fehlte nur noch das Glöckchen.“

Sie strahlen um die Wette: Yvonne Wagner (links) und Sibylle Mahr haben die Idee für die Ausstellung „Gesamtwerk“ in Dudenhofen entwickelt.

Martha Riefling-Brunner, die Gründungsvorsitzende des Gewerbevereins Dudenhofen, ließ die seither vergangenen 25 Jahre Revue passieren. Mit acht Gewerbeausstellungen, 15 Weihnachtsmärkten und als stärkste Teilnehmergruppe der Rodgau-Messen 2000 und 2006 habe das örtliche Gewerbe Zeichen gesetzt. Den vielen ortsansässigen Betrieben sei es zu verdanken, dass in Rodgau keine wirtschaftliche Monostruktur entstanden sei. Handwerk, Handel und Gewerbe bräuchten auch in der Zukunft keine Konkurrenz zu scheuen: „Durch Qualität und Fachwissen wird sich ein jeder im Wettbewerb behaupten.“

Quelle: op-online.de

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