Narrisch Singstunde

Viel Humor in Dudenhofen

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Mit dem Showtanz „Fame“ brachten die Tänzerinnen des TSV etwas Sex-Appeal auf die Bühne.

Dudenhofen - Es waren nicht nur Sänger da, auch die ganze übrige Narrenschar. Bei Gesangvereinen gibt es Singstunden. Nichts Überraschendes - eigentlich. Wenn aber rund 400 Menschen zu einer Singstunde kommen, ist das eben doch nicht alltäglich.

So etwas passiert wohl nur einmal im Jahr. In Dudenhofen war es jetzt wieder so weit. Im schön dekorierten und gut gefüllten Bürgerhaus des Stadtteils tummelten sich die Menschenmassen. Und sie sahen merkwürdig aus. Katzen, Piraten - kurzum, sie waren nahezu alle verkleidet. Die Singstunde war auch keine normale Gesangsstunde des Chors, es war vielmehr die „Narrisch Singstunn“.

Der Vorsitzende des Männerchors Dudenhofen, Werner Seib, hatte mit seinem Team ganze Arbeit geleistet. Das zeigte sich schon bei einem Blick auf das Programm. Bis 24 Uhr sollte es gehen. Das hinzubekommen, ohne dass bei den Gästen Langeweile aufkommt, ist nicht einfach. So viel sei verraten, die Zeit verging wie im Flug.

Teurer wegen Saalmiete

„Wir haben ein treues Publikum“, sagte Seib. Dieses ließ sich auch nicht von einer Preiserhöhung abschrecken. „Wir mussten wegen der Saalmiete etwas mehr verlangen“, erklärte der Vorsitzende. Dass ihn diese Miete ärgert, war ihm anzumerken. Früher hätten die Vereine das Bürgerhaus kostenfrei nutzen können. Heute, mit der Miete, stehe es die meiste Zeit leer, wie auch die seit einem Jahr nicht mehr bewirtschaftete Gaststätte. Doch es war kein Abend, um sich zu ärgern. Kaum war der Musikzug eingezogen, der unter Leitung von Mathias Müller den Abend begleitete, ging es schon mit „Cantiamo“, dem jungen Chor los. „Der verkorkste Anfang“, so der Titel ihres Auftritts, war das Richtige zum Warmwerden. Als „neuer Bürgerhauswirt“ führte Karl-Heinz Kühnle als Moderator souverän durch das Programm. Mit den „Marionetten“ der TGS Jügesheim konnte er gleich einen der Höhepunkte des Programms ankündigen. Tolle Musik, hervorragende Tänzer und vor allem Kostüme, welche die Damen im Publikum begeisterten, sorgten für verdienten Applaus. Den bekam natürlich auch der „Depp vom Ort“, alias Ralf Knöpp, der allerhand aus Dudenhofen und dem Umland zu berichten hatte.

Die Fastnachtsgruppe des Frauenchors versuchte sich dann als Orchester. Mit Luftpumpen verursachten sie Töne, die manchmal etwas schräg klangen, aber allemal die Narren amüsierten. An den Tänzerinnen des TSV Dudenhofen hätte Rainer Brüderle fraglos seine Freude gehabt. Mit sexy Kostümen war ihr Showtanz „Fame“ ein echter Hingucker. Vor der verdienten Pause gab es ein hoch amüsantes Zwiegespräch zweier Hochzeitsgäste. Rainer Fenchel und Ralf Knöpp brachten die Zwerchfelle zum Beben. Lutz Murmann machte dort weiter, wo die beiden vor der Pause aufgehört hatten. Als neuer Hausmeister berichtete er den Gästen allerlei über seinen Job, aber auch das Privatleben. Die Tanzgruppe „Delicious“ sorgte für etwas Entspannung der Lachmuskeln und zeigte Ausschnitte aus dem Musical „Grease“.

Mit den Laternche-Sängern wurde es am späten Abend doch noch eine Singstunde. Der Männerchor hatte allerdings nicht irgendwelche Volksmusik mitgebracht, sondern auf bekannte Melodien neue, aktuelle und teils bissige Texte gesetzt.

Nach dem mit großem Beifall gefeierten Auftritt kam die Polizei. Allerdings nicht die echte. Es war das Ballett des Heimatbundes, das seinen Showtanz zeigte. Mittlerweile war es 23 Uhr geworden und „De Bodo“ läutetet den Endspurt ein. Charly Engert sorgte für viele Lacher, ebenso wie das Männerballett, dessen Tänzer als Krankenschwestern den Abend ausklingen ließen.

kgn

Quelle: op-online.de

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