Viel Spielraum für die Kleinsten

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Bei den „Mini-Mützen“ sind die Kleinsten ganz groß.

Hainhausen (eh) ‐ „Mini-Mützen“ heißt das jüngste Kind des Mütterzentrums Frauenzimmer. Aus dem Mini-Kindergarten an zwei mal zwei Vormittagen ist eine vollwertige Kleinkindergruppe für Unter-Dreijährige geworden. Der Name bezieht sich auf die Abkürzung „Müz“ für Mütterzentrum“.

Zwölf Mädchen und Jungen spielen und lernen in neuen, hellen Räumen. Ein Wanddurchbruch hat den Gruppenraum verdoppelt, so dass eine großzügige Spielfläche entstanden ist. Singkreise und ruhigere Aktivitäten finden in einem kuscheligen Nebenraum statt.

Im ersten Stockwerk der Martin-Bihn-Straße 11 wurden Wände und Türen versetzt, Küche und Badezimmer neu eingerichtet, die ganze Elektrik erneuert. „Im Prinzip ist alles entkernt worden“, sagt Vorstandsmitglied Evelyne Schüttler-Hauck. Überraschungen blieben nicht aus: Beim Aufklopfen einer Wand blickte man plötzlich ins Treppenhaus. Und ausgerechnet an der Verbindung der beiden großen Räume zog sich ein Balken quer durch die Wand. Erst als der Statiker sein Okay gab, konnten die Handwerker weiterbauen.

Den Umbau ließ der Frauenzimmer-Verein von Profis machen. Ehrenamtliche Helfer beschränkten sich auf Tätigkeiten im Innenausbau: Sie bauten Schränke auf und brachten Leisten an.

Umbaukosten summieren sich auf rund 60.000 Euro

„Es war eine tolle Erfahrung, es hat Spaß gemacht“, blickt Evelyne Schüttler-Hauck zurück: „Es war sicher die anstrengendste Zeit in den letzten Jahren, aber es war eine sehr intensive Zeit.“

Das bestätigt auch Annette Faltinsky, eine der beiden Vorsitzenden des Vereins. Das Mütterzentrum bewegt sich in ganz neuen finanziellen Dimensionen: „Mit einem Umsatz von 80.000 Euro im Jahr sind wir ein kleines Unternehmen. Damit muss man erst mal umgehen.“

Die Umbaukosten summieren sich auf rund 60.000 Euro. 45.000 Euro gibt das Land Hessen dazu, den Rest bezahlt die Stadt. Bauherr war der Verein. Das war auch für die Stadtverwaltung Neuland, wie Baudezernent Michael Schüßler (FDP) berichtet: „Dass die Zahlungsströme über einen privaten Träger liefen, hat es ein Stück komplizierter gemacht.“ Die Stadtverwaltung sorgte dafür, dass mehrere Angebote eingeholt und alle Vorschriften beachtet wurden. Der Preisvergleich machte sich bezahlt: „Unser Fliesenleger lag mit seinem Preis 50 Prozent unter dem teuersten Anbieter“, sagt Evelyne Schüttler-Hauck. Stadt und Verein betonen, die Zusammenarbeit habe gut geklappt.

Seit 2001 besteht das Mütterzentrum Frauenzimmer. Ein Jahr später wurde der Mini-Kindergarten eröffnet. In beiden Gruppen arbeitete anfangs eine Erzieherin mit einem wechselnden Elterndienst. 2009 wurden die Elterndienste durch eine bezahlte Mitarbeiterin abgelöst. Seit Anfang des Jahres beschäftigt der Verein drei pädagogische Mitarbeiterinnen. Die Öffnungszeiten sind mit fünfeinhalb Stunden pro Tag überschaubar.

Am Sonntag, 20. März, beteiligen sich die „Mini-Mützen“ am Tag der offenen Tür der Rodgauer Kindertageseinrichtungen. Von 14 bis 17 Uhr erzählt eine Bilderschau vom täglichen Betrieb in den Räumen. Erzieherinnen und Eltern beantworten Fragen.

Quelle: op-online.de

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