Gut vier Millionen fließen nach Rodgau

Rodgau - (bp) Nach Rodgau fließen aus dem Konjunkturprogramm II des Landes und des Bundes 4,062 Millionen Euro. Damit sollen vornehmlich die beiden neuen Stützpunkte der Feuerwehren in Nieder-Roden/Dudenhofen und Jügesheim/Hainhausen finanziert werden.

Die Stadt arbeitet allerdings zurzeit an einer Prioritätenliste auch mit anderen wünschenswerten Projekten, die in den Genuss der Fördergelder kommen könnten.

Priorität soll nach einem Vorschlag von Stadtrat Michael Schüßler der Neubau des Feuerwehrhauses in Nieder-Roden auf dem nordöstlichen Teil des Festplatzes genießen. Grund: Planung und Finanzierung des Stützpunkts für die Jügesheimer und Hainhäuser Brandbekämpfer sind ohnehin so weit fortgeschritten, dass dieses Vorhaben zur Not auch ohne Gelder aus dem Konjunkturpaket II realisiert werden könnte. Beide neuen Feuerwehrhäuser sollen nach dem Wunsch des Magistrats um die Jahreswende 2010/2011 „in der Realisierung sein“.

Am Montag hatte der Kreis Offenbach Vertreter der Kommunen über Fördermöglichkeiten nach dem Konjunkturpaket II informiert. Schüßler, Erste Stadträtin Hildegard Ripper und Bürgermeister Alois Schwab nahmen daran teil. Gestern präsentierten Schwab und Schüßler während der Magistratspressekonferenz auf Anfrage unserer Zeitung die Ergebnisse des Treffens. Demnach sind beide Feuerwehrneubauten förderfähig. Bis 31. März oder 30. April (das steht noch nicht genau fest) müssen die Kommunen ihre Projekte angemeldet haben, die sie von dem Konjunkturpaket befördert wissen wollen. Bis Ende dieses Jahres müssen die Aufträge dann vergeben sein.

Schwab sagte, er sei zuversichtlich, dass die Terminvorgaben eingehalten werden können. Der Kreis habe Unterstützung bei „Schaffung der planerischen Voraussetzungen“ zugesagt. In die Realisierung der Bauvorhaben sollten nach Möglichkeit überwiegend lokale Handwerker einbezogen werden.

In einer Presseerklärung plädiert auch der SPD-Bürgermeisterkandidat Jürgen Hoffmann dafür, dem Feuerwehrneubau in Nieder-Roden Priorität einzuräumen. Er schlägt vor, die weiteren Fördermittel „auf den Ausbau der Kinderbetreuung in der Kommune zu konzentrieren“.

Der Aspirant auf den Chefsessel im Rathaus ist überzeugt, dass dies gelingen wird, sofern „alle relevanten politischen Kräfte an einem Strang ziehen“. Hoffmann verweist dabei auf seine „gute Zusammenarbeit mit Stadtrat Michael Schüßler“.

Quelle: op-online.de

Kommentare