Vier Millionen für die neue Halle

Der Neubau duckt sich wohltuend hinter der Alten Schule ab.

Rodgau - Noch ist die Fusion von TGS und TGM  SV Jügesheim nicht perfekt (weiterer Bericht auf dieser Seite). Trotzdem arbeiten die beiden Vereine seit Monaten an gemeinsamen und großen Projekten. Von Bernhard Pelka

Eines davon eröffnet dem Stadtteil Jügesheim die Chance zum Bau einer neuen Sport- und Kulturhalle. Vier Millionen Euro (ohne Innenausstattung) würde die aus beiden Vereinen gebildete Rodgauer Sport- und Kulturgemeinschaft Jügesheim im Ortskern auf dem früheren Feuerwehrplatz investieren.

Ohne den städtischen Gremien und der Politik vorgreifen zu wollen, hat die TGS jetzt einen ersten Vorentwurf für die Neubaupläne dem Vereinsrat und dem Vorstand von TGM SV vorgelegt. Die Planung beruht auf dem in beiden Vereinen ermittelten Platzbedarf.

Hier die Ansicht des Hallenneubaus vom Ostring aus gesehen. Fotos: „Bauconzept“ (p)

Das auf Sportstätten und Veranstaltungsräume spezialisierte Ingenieur- und Architekturbüro „Bauconzept“ aus Lichtenstein hat bei der Planung auf die bestehende Bebauung Rücksicht genommen. Die Alte Schule bleibt folglich erhalten und wird in den Neubau integriert. Die neue Halle bleibt niedriger als die Alte Schule und duckt sich hinter diesem Traditionsbau in vornehmer Zurückhaltung.

Die vorläufige Planung sieht vor, dass sich eine Kulturhalle an die Alte Schule angliedert, wobei das Bühnenhaus mit 100 Quadratmeter Fläche in die vorhandene Bausubstanz integriert wäre. Im Erdgeschoss sind auf 360 Quadratmeter rund 350 Plätze mit konzertanter Bestuhlung möglich. Weitere 150 Plätze befinden sich auf der Galerie im 1. Stock. Das Foyer mit 100 Quadratmetern trennt den Kulturbau von der angrenzenden Sporthalle. Diese bietet etwa 450 Quadratmeter zuzüglich zweier Geräteräume mit je 50 Quadratmeter Platz.

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Das ist aber nicht alles, vielmehr wird es in dem Ensemble aus Alt und Neu auch ein Unterhaus geben. Dort erwartet ein Kleinkunstkeller mit Bühne das Publikum. 150 Gäste finden Plätze vor. Unter der Sporthalle sind die Sanitärräume und weitere Flächen mit Tageslicht vorgesehen. Die RSK-Geschäftsstelle liegt auf dem Nachbargrundstück des Feuerwehrhauses. Dort befinden sich auch weitere Räume für Haustechnik, Sanitär, Umkleiden und Besprechungen.

Den vorhandenen Gruppen, die derzeit die Alte Schule nutzen, stehen die Räume laut TGS-Mitteilung weiterhin zur Verfügung. Für die kulturtreibenden Veranstalter sind dort überdies Bühnennebenräume in ausreichender Größe vorhanden. Der gastronomische Bereich findet sich im Dachgeschoss wieder, wo eine große Terrasse zum Blick über Jügesheim einlädt. TGS-Mitglieder können sich am Freitag bei der Abstimmung über die geplante Fusion mit TGM SV in der Aula der Georg-Büchner-Schule über die Neubaupläne informieren.

Quelle: op-online.de

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