Vorbereitung auf den Tag X

+
Das Nieder-Röder Heimatmuseum war Schauplatz der ersten gemeinsamen Übung der Wehren aus Nieder-Roden und Dudenhofen.

Nieder-Roden/Dudenhofen (lö) ‐ Ein paar Monate noch, dann ziehen die Feuerwehren aus Dudenhofen und Nieder-Roden in die neue Wache Süd am Toom-Markt ein. Schrillen dann die Alarmpiepser, rücken Einsatzkräfte aus beiden Stadtteilen im gleichen Fahrzeug zu Bränden oder Unfällen aus - eine neue Dimension der Feuerwehrarbeit in Rodgau.

Schon seit Mitte Januar bereiten sich die Wehren auf den Tag X vor. Die theoretische Ausbildung erfolgt gemeinsam - nach einem Plan übrigens, der für alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt verbindlich ist -, die monatlichen Treffen finden abwechselnd in Nieder-Roden und in Dudenhofen statt. Dabei analysieren die Feuerwehrleute die Einsätze der vergangenen Woche, um eventuelle Schwachstellen auszumerzen.

Schwerpunkt der Ausbildung ist derzeit der Fuhrpark, denn in jeder Wache stehen Spezialfahrzeuge. In Dudenhofen ist‘s zum Beispiel ein Rüstwagen für Gefahrguteinsätze, in Nieder-Roden die große Drehleiter. „Wir wollen alle Leute, die die entsprechende Qualifikation haben, topfit auf allen Fahrzeugen machen“, beschreibt Detlef Jekel von der Nieder-Röder Wehr das Ziel.

Teil dieser Ausbildung war die erste gemeinsame Übung am Heimatmuseum in der Turmstraße. 50 Helfer waren im (Trainings-)Einsatz, sämtliche Fahrzeuge waren mit gemischten Teams besetzt.

Aufgabe für die Helfer war schwer

Die Macher simulierten einen Brand in dem zweigeschossigen Gebäude, durch den das komplette Museum sowie das hölzerne Treppenraum stark verraucht waren. Der täuschend echte Rauch kam aus Nebelmaschinen. Bei der Ankunft des Löschzuges schrieen mehrere Person aus den Fenstern um Hilfe.

Zwei Trupps drangen unter Atemschutz sofort in das in das Museum ein, um die Eingeschlossenen aus ihrer lebensbedrohlichen Lage zu retten und den Brand zu löschen. Parallel dazu wurden Menschen über die Drehleiter gerettet und die Wasserversorgung für die Löschfahrzeuge aufgebaut.

Am Samstag, 17. April, haben die Einsatzabteilung der Nieder-Röder Wehr und der Feuerwehrverein ihre gemeinsame Jahreshauptversammlung. Sie beginnt um 19.30 Uhr in der alten Wache, Friedensstraße 6.

Die Aufgabe für die Helfer war schwer, denn in dem völlig verqualmten Haus waren sieben Bewohner - dargestellt von Feuerwehrleuten-, die keine Möglichkeit mehr hatten, das Gebäude über die Treppe zu verlassen. Sie waren teilweise verletzt und oder hatten Rauchgasvergiftungen. Nach der Rettung haben Feuerwehrleute die Verletzten an einer Sammelstelle betreut.

Die Wehrführung lädt alle Frauen, deren Männer und Freunde in der Einsatz- oder Altersabteilung sind, an diesem Abend zu einem Dankeschöntreffen ein. Beate Ehresmann (Tel.: 06106 75818), Eva Gerschner (Tel.: 71129) und Erika Hartmann (74828) bitten um Anmeldung.

Bei dieser Übung haben die Wehrführungen wichtige Erkenntnisse für das Zusammenspiel im täglichen Einsatz gesammelt und einige kleine Schwachstellen erkannt. Diese fließen als Grundlage in die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrleute ein.
Das Übungsszenario war anscheinend sehr realistisch gewählt: Aufmerksame Nachbarn und Passanten hatten Notarzt, Rettungsdienst und Polizei über Notruf verständigt und von einem Brand in Heimatmuseum berichtet.

Quelle: op-online.de

Kommentare