Zertifikate für Familientrainer

Vorbildliche Ehepaare

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Bischof Karl Kardinal Lehmann freut sich alle zwei Jahre darauf, den Ehepaaren im Schönstattzentrum in Weiskirchen ihre Zertifikate und seine besten Wünsche zu überbringen.

Weiskirchen - Was macht eine gute Ehe aus? Wie meistert man Krisen? Wie kommen Familien besser miteinander aus? Antworten auf diese Fragen gab das jüngste Seminar für Paare im Schönstattzentrum. Bischof Karl Kardinal Lehmann gab dazu jetzt seinen Segen.

Sich Zeit füreinander nehmen, offen über alles reden und sich gemeinsam Herausforderungen stellen, so fassten die neun Ehepaare, die am Sonntag von Karl Kardinal Lehmann als Familientrainer entsandt wurden, ihre Erkenntnisse für eine erfüllte und erfolgreiche Ehe zusammen.

Im Schönstattzentrum Weiskirchen fand die akademische Feier des Ausbildungskurses der Akademie für Ehe und Familie statt. Die Akademie für Ehe und Familie ist eine Initiative von engagierten Ehepaaren in der katholischen Kirche und wird getragen von der Schönstatt-Familienbewegung im Bistum Mainz. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bischofs von Mainz und unter der Leitung von Maria-Theresia und Prof. Dr. Hubertus Brantzen.

Ausbildung von zwei Jahren

Zwei Jahre lang wurden die Paare zu Familientrainern ausgebildet und machten dabei auch besonders wichtige Erfahrungen in ihrer eigenen Beziehung. „Jeder bringt etwas ganz Eigenes mit in Beziehung und Ehe. Daraus entsteht zwar Konfliktpotenzial, aber auch eine große Chance auf Wachstum“, berichteten Petra und Michael Kiess. Besonders wichtig für eine Beziehung sei daher die Kommunikation miteinander.

Auch Ramona und Benjamin Brähler aus der Nähe von Fulda sehen in intensiver Gesprächen einen Teil des Geheimnisses für eine erfolgreiche Ehe. Ebenso wichtig sei es aber auch, gemeinsam Höhen und Tiefen zu erleben und auszuhalten. „Berge und Täler gehören einfach mit dazu, nun haben wir einen Kompass, der uns immer wieder in die richtige Richtung führt“, berichtete das Paar. Die Beiden haben sich vorgenommen, trotz Berufs, Kindern und vielen anderen Verpflichtungen, an mindestens einem Abend in der Woche bewusst Zeit füreinander zu nehmen.

Klare Grenzen für die Öffentlichkeit

Elisabeth und Bernd Haas ziehen eine klare Grenze, was in ihrer Beziehung an die Öffentlichkeit dringen soll und was nicht. Schnittmengen gebe es natürlich, aber ein Teil der Beziehung sollte nur den beiden Partnern gehören.

„Wir sind als Eheteam gemeinsam mehr als nur die Summe beider Einzelpersonen“, sind sich Heidi und Stefan Hertkorn sicher und legen besonderen Wert darauf, trotz fester Bindung dem Partner ausreichend Freiheiten zu lassen. Auch nach vielen Ehejahren kann man sich noch immer weiterentwickeln. Das bezeugten Elfriede und Klaus Nußbaum, die bereits seit 20 Jahren verheiratet sind und in dieser Zeit auch Schicksalsschläge verarbeitet und bewältigt haben: natürlich gemeinsam.

pep

Quelle: op-online.de

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