Vorerst hat sich‘s ausgeblitzt

+
Die jüngste Sprühattacke hat die Blitzanlage außer Gefecht gesetzt. Auch der strenge Winter hatte dem Starenkasten schon zugesetzt.

Nieder-Roden (pul) ‐ Die Geschwindigkeitsmessanlage an der Rodgau-Ringstraße macht einiges mit. Nicht nur, dass bei dem Blitzer auf Höhe des Weißdornweges durch den strengen Winter die Sensoren in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Nun zückten auch noch Unbekannte die Sprühdose und versauten Mast und Sensorkopf, sowie die beiden Sensoren.

Wer sich am städtischen Eigentum vergriffen hat, steht noch in den Sternen. Jedenfalls wird die Sachbeschädigung an dem Starenkasten strafrechtlich verfolgt, wie die Pressestelle der Stadt auf Anfrage mitteilt. Beide Messsensoren sind mit roter Farbe verschmiert, die Anlage ist nun bis zur Reparatur unbrauchbar.

Im Frühjahr stellte sich zudem heraus: Eine fachliche Überprüfung ist systembedingt erforderlich, um die Eichfähigkeit der Anlage sicherzustellen. Der Winter hatte der Messtechnik allzu sehr zugesetzt. Nachbesserungen sind deshalb unausweichlich. Sonst wären die von der Anlage gemachten Aufzeichnungen eventuell nicht mehr gerichtsfest.

An Schulen und Kindergärten häufigere Kontrollen

Die Geschwindigkeitsüberwachung in Rodgau erfüllt nicht nur in Nieder-Roden ihren Zweck. Die „Starenkästen“ im Stadtgebiet registrierten von 1995 bis 2009 insgesamt  19.438.958 Fahrzeuge. Wohlgemerkt: registrierten. Die Anzahl der Knöllchen liegt natürlich im Bereich von Bruchteilen.

Eine mobile Anlage tut ihr Übriges: Seit 1986 im Einsatz, liegen hier Zahlen zwischen 1997 und 2009 bei 335.200 registrierten Kraftfahrzeugen. Aktuell rückt bei den mobilen Geräten die so genannte „Tonne“ Autofahrern auf die Pelle. Als rückläufig bezeichnet die Stadt die Anzahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen. Insbesondere bei den mobilen Messungen lässt sich bei Vergleichsstandorten eine Tendenz hin zu einer gemäßigteren Fahrweise erkennen. Die Übertretungen sind in der Anzahl sowie auch in der Höhe der Überschreitungen rückläufig.

An Schulen und Kindergärten kontrollieren die Gesetzeshüter häufiger, um eine „Verkehrserziehung“ zu erwirken - zum Schutz der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Nach der neuen Eichung im Juli geht die beschmierte Anlage an der Rodgau-Ringstraße wieder ihrem eigentlichen Zweck nach. Dann geht es dort Freunden eines zu forschen Fahrstils erneut an den Geldbeutel.

Fakten

  • Hessenweit gibt es 478 so genannte Starenkästen. 78 davon stehen im Landkreis Offenbach.
  • In Rodgau stehen sechs Starenkästen (Schillerstraße, Haingrabenstraße, Rodgau-Ring-Straße/Weißdornweg, L 3097/Rollwald und an der K 174/Rodgau-Ring-Straße). Auch gibt es einen mobilen Blitzer.
  • Für die Starenkästen sind nur zwei Kameras vorhanden, wobei eine nur an der K 174/Rodgau-Ring-Straße eingesetzt werden kann und die andere Kamera zu den übrigeren und älteren Starenkästen gehört.

Quelle: op-online.de

Kommentare