Wählerverein will auf Stadträte verzichten

Rodgau (eh) ‐ Die Stadt Rodgau lässt sich nach Ansicht des Wählervereins „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) auch ohne hauptamtliche Stadträte verwalten.

Ein Bürgermeister als einziges hauptamtliches Magistratsmitglied sei „völlig ausreichend“, sagten Vorstandsmitglieder des Vereins gestern vor der Presse. Die Voraussetzung dafür sei allerdings „ein funktionierender Magistrat“, wie ihn die Hessische Gemeindeordnung vorsehe.

Trotz seines basisdemokratischen Anspruchs hält der Wählerverein auch die Ortsbeiräte für überflüssig. Stattdessen will er so genannte Stadtteilberater installieren. Sie sollen Bürgerfragen beantworten und Anliegen der Bevölkerung ins Rathaus weiterleiten. „Ein Stadtteilberater, der seinen Job gut macht, ist 1000 Mal mehr wert als ein Ortsbeirat“, meint ZmB-Pressesprecher Klaus Möller.

Der Verein präsentierte sich als Sammelbecken enttäuschter ehemaliger Parteimitglieder, die sich Sachpolitik auf die Fahnen geschrieben haben. „Wir werden allen guten Anträgen zustimmen“, sagt Hermann Jäger, der für die Christlich Soziale Gruppe im Stadtparlament sitzt. Gut sei, was den Bürgern nütze.

Eine Kandidatenliste zur Kommunalwahl 2011 werde der Wählerverein in zwei bis drei Monaten vorlegen, kündigt Vorsitzender Horst Böhm an. Ob auch der scheidende Bürgermeister Alois Schwab darauf stehen wird, bleibt abzuwarten. Klaus Möller: „Im Moment ist alles offen.“ Der rund 150 Mitglieder starke Verein strebt bei der Wahl 20 Prozent der Stimmen an.

Quelle: op-online.de

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