Wäldchen soll der Düne weichen

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Die Düne von Dudenhofen wird auch in Zukunft von Schafen beweidet werden.

Dudenhofen ‐ Der neue Pflegeplan für die „Düne von Dudenhofen“ steht. Auf dem flächenhaften Naturdenkmal nehmen auch in den nächsten zehn Jahren Schafe die Beweidung vor.  Von Andreas Pulwey

Darüber hinaus werden Gehölzansammlungen links und rechts des neuen Feuerwehrhauses entfernt und punktuell der Oberboden abgetragen. Eventuell wird das Wäldchen im südwestlichen Teil gerodet. Das ist das Ergebnis einer Sitzungsrunde im Rathaus, an der Vertreter der Landwirtschaft, diverser Naturschutzverbände und -behörden sowie Vertreter der Stadt Rodgau teilgenommen haben. Ziel ist es, das 6,25 Hektar große Areal in punkto Naturschutz in einen besseren Zustand zu versetzen, wie Winfried Meier vom Amt für den ländlichen Raum in Bad Homburg erklärte. Als Fauna-Flora-Habitat (FFH) steht die „Düne von Dudenhofen“ unter besonderem Schutz der Europäischen Union.

Die seltenen Pionierstadien auf Binnendünen, wie die Silbergrasfluren und die Sandheiden, bedürfen einer besonderen Beachtung und Pflege. Dazu zählt auch der Verzicht auf Düngung.

Um dem besonderen Habitat nicht den Lebensraum zu nehmen, soll das Zitterpappel-Wäldchen eventuell weichen. Dazu ist allerdings die Zustimmung der Eigentümer notwendig. Auch die Forstbehörden werden gefragt.

Für die seltene Mauereidechse, die auf der Düne heimisch ist, werden Steinhaufen aufgeschüttet.

Ob der nach dem Feuerwehr-Neubau übrig gebliebene Teil des bisherigen Festplatzes zwischen Dudenhofen und Nieder-Roden noch künftig als solcher genutzt werden soll, darüber wird zurzeit im Rathaus beraten.

Bei der „Düne von Dudenhofen“ handelt es sich um eine Binnendüne, die durch Flugsand entstanden ist. Im Gegensatz zu Norddeutschland gibt es in Hessen nur wenige Binnendünen.

Quelle: op-online.de

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