Wähler in zwei Bezirken liefern Daten für die Statistik

Wahlbeteiligung über dem Durchschnitt

Rodgau - Wählen ist wieder mehrheitsfähig. Mehr als 80 Prozent der Wahlberechtigten gingen in Rodgau zur Bundestagswahl. Die Wahlbeteiligung lag um rund fünf Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

Schon am Vormittag strömten die Rodgauer in die Wahllokale. „Wenn es so weiter geht, kommen wir auf über 80 Prozent“, sagte Wahlhelfer Jürgen Kaiser (SPD) um 13 Uhr in Dudenhofen: „Ich bin gespannt, ob die Prognosen dann noch stimmen, wenn die Beteiligung so hoch ist.“
Zwei Wahllokale in Dudenhofen waren für eine statistische Auswertung ausgewählt worden. Die Wähler bekamen spezielle Stimmzettel, die je nach Alter und Geschlecht mit Buchstaben von A bis L markiert waren. Diese Stimmen werden heute im Rathaus ein zweites Mal ausgezählt. Die Stadt teilt dann dem Statistischen Landesamt mit, wie die Frauen und Männer der einzelnen Altersgruppen abgestimmt haben.

Der CDU-Stadtverordnete Ewald Simon (Hainhausen) war im Namen der Demoskopie unterwegs. Für das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap befragte er Wähler in der Leibnizschule Offenbach. Die Ergebnisse flossen in die Berichterstattung der ARD ein.

Eine ernste bis gedrückte Stimmung herrschte bei den Wahlpartys der CDU und der SPD. Beide Parteien hatten auch in Rodgau viele Stimmen eingebüßt. Für Diskussionsstoff bei den Sozialdemokraten sorgte die Ankündigung des Parteivorsitzenden Martin Schulz, die SPD werde in die Opposition gehen: „Dafür habe ich mich nicht auf die Straße gestellt“, sagte ein enttäuschter SPD-Mann.

Die Wahlhelfer des Bezirks 307 am Puiseauxplatz waren als Erste mit der Auszählung fertig. Um 19.08 Uhr übermittelten sie ihr Ergebnis ins Rathaus. Zwölf Minuten später war ganz Hainhausen ausgezählt. In anderen Stadtteilen zog sich die Zählung länger hin. Noch um 23.30 Uhr wartete man im Rathaus auf die letzten Resultate aus dem Bürgerhaus Nieder-Roden. (eh)

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Quelle: op-online.de

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