Alle 15 Meter riesige Schneisen

Waldboden sieht aus wie nach einer Geländeübung

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Wie ein Truppenübungsplatz sieht der Waldboden bei Jügesheim (hier nahe dem Wasserwerk) aus.

Rodgau - Wie ein Truppenübungsplatz sieht der Waldboden bei Jügesheim (hier nahe dem Wasserwerk) aus. „Schon das vierte Jahr in Folge beobachten wir halbjährlich einen gigantischen Kahlschlag nicht nur bei Rodgau", reklamieren unsere Abonnenten Ellen und Lothar Engelhardt.

„Stattliche Buchen fallen dem wirtschaftlichen Profit zum Opfer.“ Selbst jüngere Bäume mache der Harvester (die Erntemaschine des Forstamts) nieder. Dies widerlege „das Argument der Forstwirtschaft nach Verjüngung des Waldes und der Verantwortung für den Erhalt für die nachfolgende Generation.“ Zudem werde der Boden durch die schweren Forstfahrzeuge extrem verdichtet und verschlammt. „Alle 15 Meter entstanden riesige Schneisen.“

Forstamtsleiter Christian Münch weist die Kritik zurück. Durch die acht äußerst breiten Reifen des Harvester sei die Aufstandsfläche der Maschine so groß, dass kaum Druck auf dem Boden laste. Zum weiteren Bodenschutz fahre die Maschine auf einem Bett aus Reisig und Schnittholz. Das sehe zwar wüst aus, sei aber ein Aspekt der Waldpflege. Die Arbeitsstraßen seien alle 25 Meter. Der Wald werde gelichtet, um „Zukunftsbäumen“ Platz zum Wachstum zu verschaffen. Von Profitgier könne keine Rede sein. Ein externer FSC-Gutachter habe erst gestern bescheinigt, wie schonend im Wald bei Jügesheim gearbeitet werde.

red

Quelle: op-online.de

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