Waschbären auf dem Vormarsch?

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Der possierliche Anblick täuscht: Waschbären (hier ein Jungtier) sind scheu, aber bissig. Auf der Suche nach Nahrung und Schlafplätzen wagen sich die Tiere auch in Gärten und Häuser.

Rodgau ‐ Die ersten Waschbären haben sich auf ihrem Weg nach Süden jetzt auch in Rodgau niedergelassen. Vor einer Plage wie in Kassel braucht man nach Ansicht örtlicher Behörden aber derzeit keine Angst zu haben. Von Ekkehard Wolf

Einzelne Waschbären seien in den Wäldern der Region immer mal wieder gesichtet worden, sagt Michael Löber vom Hessischen Forstamt Langen. Problematisch sei das nicht.

Naturschutzbund: Kein Anlass zur Sorge

„Allein in diesem Jahr habe ich schon zehn Waschbären mit dem Fläschchen groß gezogen“, berichtet Petra Simon, die in Dudenhofen eine Wildtierauffangstation betreibt. Die Jungtiere wurden ihr unter anderem aus Bad Vilbel, Bad Homburg, Gedern oder Frankfurt gebracht. In Rodgau wurden schon vor zwei Jahren Waschbären in der Nähe der Gärtnerei Fischer gesehen

Auch ein Stinktier wurde schon einmal in Rodgau gesichtet:

Stinktier im Reihenhaus

Eine Belästigung für Menschen erwartet die Tierfreundin allenfalls dann, wenn Waschbären auf der Suche nach Nahrung einen Gelben Sack aufreißen, in dem sich Dosen von Hunde- oder Katzenfutter befinden - „aber das machen Igel auch“. Auch der Naturschutzbund Rodgau sieht derzeit keinen Anlass zur Sorge: „Wir begrüßen Waschbären in der Flur nicht, sehen aber auch noch kein großes Problem für die Natur.“

Quelle: op-online.de

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