Wasser und Müll werden teurer

Rodgau (eh) ‐ Einige Veränderungen bringt das neue Jahr für Rodgau. Trinkwasser und Müllabfuhr werden teurer, der neue Bürgermeister tritt sein Amt an und zwei neue Feuerwehr-Stützpunkte werden gebaut.

Der Wasserpreis in den vier nördlichen Stadtteilen ist zum Jahresanfang um zehn Cent auf 1,69 Euro pro Kubikmeter gestiegen. Mit Mehrwertsteuer sind das rund 1,81 Euro. Der gleiche Preis gilt für die Abwasserbeseitigung in ganz Rodgau. Diese Preiserhöhung ist die letzte eines Drei-Stufen-Plans, der 2007 beschlossen worden war. Pro Person und Jahr macht sie nach damaligen Angaben etwa 25 Euro aus. Einwohner von Nieder-Roden und Rollwald bezahlen weiterhin 1,80 Euro pro Kubikmeter Wasser (1,68 Euro plus Mehrwertsteuer).

Höhere Abfallgebühren zum 1. April sind ebenfalls im Gespräch. Die Stadtverordneten haben allerdings noch nicht über Beträge diskutiert. Erste Stadträtin Hildegard Ripper empfiehlt eine „maßvolle Erhöhung“. Durch das neue Abfallsystem mit 13 Mindestleerungen pro Jahr und kostenloser Biotonne zahlen viele Bürger weniger als früher. Die Umstellung hatte im vergangenen Jahr jedoch ein Defizit von 676 000 Euro zur Folge.

Neue Termine gelten ab sofort

Neue Termine gelten ab sofort für die Abfuhr der gelben Säcke und gelben Tonnen, weil das Duale System Deutschland den Entsorger gewechselt hat. Statt Remondis hat nun Veolia den Auftrag - jene Firma, die letztes Jahr mit ihrer Niederlassung von Jügesheim nach Darmstadt umgezogen ist. Das bedeutet neue Abfuhrtermine: Während die gelben Tonnen bisher am Tag der normalen Müllabfuhr geleert wurden, gilt dafür nun ein Extraplan, der dem städtischen Abfallwegweiser beiliegt. Veolia hat das Stadtgebiet in sechs eigene Abfuhrbezirke (A bis F) eingeteilt, die nur für Grüner-Punkt-Abfälle gelten. Wer bei Remondis in den letzten Monaten keine gelbe Tonne mehr bekam, kann sie nun bei Veolia bestellen. Die Firma ist unter Tel.: 0800 078560 zu erreichen.

Erweiterte Öffnungszeiten bietet der Recyclinghof im Gewerbegebiet Jügesheim. Er ist jetzt auch donnerstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

In diesem Jahr ist eine ruhigere Gangart angesagt

Am 9. Juni tritt Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) sein Amt an. Sein Vorgänger Alois Schwab (Ex-CDU) kann zuvor aber noch den Baubeginn für zwei Großprojekte feiern. Die Stadt baut die Feuerwehrhäuser „Mitte“ an der Rußfabrik Hainhausen und „Süd“ am Festplatz Nieder-Roden, letzteres mit Geld aus dem Konjunkturpaket II. Stadtrat Michael Schüßler (FDP) hat als Hochbaudezernent beide Projekte im vergangenen Jahr vorangetrieben.

Dennoch ist ungewiss, ob Stadtrat Schüßler der Stadt Rodgau erhalten bleibt. Der letzte Tag seiner sechsjährigen Amtszeit ist am 14. Oktober. Danach soll Rodgau nur noch mit zwei Hauptamtlichen im Magistrat (Bürgermeister und Erste Stadträtin) auskommen. So hat es die Stadtverordnetenversammlung am 4. Dezember 2006 beschlossen. Die Stadtverordneten können diesen Beschluss nur rückgängig machen, wenn sie erneut die Hauptsatzung der Stadt ändern.

Nach dem Superwahljahr 2009 (Landtag, Europaparlament, Bundestag, Bürgermeister, Landrat) ist in diesem Jahr eine ruhigere Gangart angesagt. Nur ein einziger Wahltermin steht im Kalender: Am 7. November wird der Ausländerbeirat gewählt. Bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2011 werden in ganz Hessen die Stadtverordneten und Kreistagsmitglieder gewählt. Der Termin steht noch nicht fest.

Bühne und Festzelt

Ein prall gefüllter Veranstaltungskalender erwartet Rodgau auch im neuen Jahr. Drei Beispiele:

  • Der Musikverein Dudenhofen feiert am Pfingstwochenende (21. bis 24. Mai) seinen 100. Geburtstag. Bei Henni Nachtsheim und den Rodgau Monotones wird es im Festzelt hoch hergehen.
  • Die Theatergruppe Großes Welttheater inszeniert „Momo“ von Michael Ende.
  • Der Popchor Polyhymnia führt am 20. und 21. November das Musical „Tanz der Vampire“ auf.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare