Wasserschaden in der Sporthalle

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Durch und durch nass ist der Boden der Sporthalle Wiesbadener Straße. Die HSG Nieder-Roden hat jetzt ein 25 Quadratmeter großes Stück ausgetauscht.

Nieder-Roden ‐ Die Sporthalle Wiesbadener Straße bekommt in den Weihnachtsferien überraschend einen neuen Boden. Als Konsequenz aus einem Wasserschaden lässt die Stadt den 40 Jahre alten Hallenboden komplett erneuern. Das soll rund 120.000 Euro kosten. Von Ekkehard Wolf

Erst im Sommer hatte die Stadt knapp über 400.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm in ein neues Hallendach investiert. Doch das Wasser, das jetzt den Boden ruinierte, war schon zuvor eingedrungen. Feuchtigkeit ließ die Spanplatten aufquellen, bis sich der PVC-Belag zu einer gefährlichen Bodenwelle wölbte. „Der Platz war unbespielbar“, berichtet Bürgermeister Jürgen Hoffmann, der selbst gern die Heimspiele der Handballer besucht.

Mitglieder der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Nieder-Roden nahmen letzten Freitag in Absprache mit der Stadtverwaltung eine provisorische Reparatur vor. Sie tauschten 25 Quadratmeter Hallenboden aus. „Sie haben bis in die Nacht gearbeitet, denn am nächsten Tag waren schon wieder vier Spiele“, berichtet Stefan Flasche vom Gebäudemanagement der Stadt Rodgau. Er hat auch als ehrenamtlicher Vorsitzender der SG Nieder-Roden mit der Sporthalle zu tun.

Für den Schul- und Vereinssport ist die Halle unverzichtbar

Mit solchem Flickwerk will sich der Magistrat auf Dauer nicht behelfen. Stadtrat Michael Schüßler spricht von einem ausgedehnten „See“ unter dem 1200 Quadratmeter großen Hallenboden. Die Nässe könne jederzeit an einer anderen Stelle hochkommen. Bürgermeister Hoffmann: „Wir haben keine Wahl, als den Boden vollständig zu erneuern.“ Für den Schul- und Vereinssport sei die Halle unverzichtbar.

„Wo, verflixt noch mal, kommt denn das Wasser her?“ Diese Frage, so Schüßler, bewegte die Gemüter vor der Dachsanierung. Bei den Bauarbeiten im Sommer stieß man auf altersschwache Abflussrohre für Regenwasser. Sie verliefen in der Zwischendecke quer über den Raum hinweg. Damit ist es nun vorbei: Die Niederschläge auf dem Flachdach werden direkt in die Fallrohre an der Außenwand abgeleitet.

Die Erneuerung des Bodens ist für die spielfreie Zeit vom 20. Dezember bis 21. Januar vorgesehen. Bei dieser Gelegenheit wird auf Bitte der HSG das Spielfeld um 40 Zentimeter in Richtung Tribüne gerückt, um etwas Platz vor der Ersatzbank zu gewinnen.

Die baugleichen Sporthallen in Jügesheim und Hainhausen blieben bisher vor größeren Schäden verschont. Stadtrat Schüßler bezeichnet beide Hallen als „tickende Zeitbomben“. Lange habe die Stadt nichts für die Instandhaltung getan. Nun werde sie von den Folgen eingeholt.

Quelle: op-online.de

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