Kleiner Markt ganz groß

Weihnachtsmarkt zwischen Wir-Gefühl und Volksfeststimmung

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Knackig kaltes Winterwetter förderte beim „kleinsten Weihnachtsmarkt“ die Geselligkeit: Die Menschen rückten zusammen und labten sich an warmen Leckereien.

Dudenhofen - Relativ klein, relativ gemütlich, relativ voll – nur ein Versuch, bescheiden zu sein und bestenfalls relativ hilfreich.

Die Wahrheit über den „kleinsten Weihnachtsmarkt“ am Wochenende in Dudenhofen erfordert Mut zum sonst verpönten Werturteil: hohe Qualität in Ambiente und Angebot, die richtige Dosis Wirgefühl und Volksfeststimmung.
Wenn Hans-Jürgen Lange und sein Förderkreis für kulturelle Projekte für ihren Budenzauber hinter der evangelischen Kirche werben, dann stets mit Augenzwinkern. Zwar mag ihr Weihnachtsmarkt mit acht Ständen einer der kleinsten in Rodgau sein, der Andrang bei der Eröffnung am Samstagabend aber rechtfertigt den mitschwingenden Anklang von Ironie. „Klein“ trifft den Schauplatz, nicht die Qualität, passt also doch nur relativ.

Ein großes Lager hatte der Rotary-Club angelegt: Die bunten Tüten mit leckerem Inhalt gab es bei einer Verlosung zu gewinnen.

Als Bürgermeister Jürgen Hoffmann, dieses Jahr zum Schirmherrn ernannt, zur Eröffnung das Wort ergriff, waren Bibbern und Zähneklappern angesagt. Nicht bei den Blechbläsern des Musikvereins Dudenhofen, die ihr Weihnachtslieder-Repertoire beim Turmblasen unter Leitung von Rainer Fenchel souverän bewältigten. Den vielen Zuhörern im eisigen Wind sprach der Rathauschef Mut zu: „Man spürt die Jahreszeit und das ist doch gut so.“ Schließlich sei Winter, so Hoffmann – auch dies, mit Blick auf den Kalender, wiederum relativ.

Der Geselligkeit war das Wetter fraglos förderlich. In windgeschützten Rückzugsräumen rückten die Menschen zusammen und sprachen den in großer Auswahl bereit gehaltenen wärmenden Elixieren zu. Minuten nach dem offiziellen Start war der Glühweinstand der Feuerwehr regelrecht belagert. Über gute Geschäfte freute sich auch der Brandschützer-Nachwuchs am Würstchengrill.

„Kleinster Weihnachtsmarkt“ in Dudenhofen: Fotos

Um Leiber und Seelen verdient machten sich neben Pfarrerin Christina Koch, die die Gäste mit einigen erfrischenden Reflexionen über Weihnachten, Konsum und christliche Wurzeln willkommen hieß, vor allem Stammgäste. Neben der Feuerwehr waren auch der Partnerschaftsverein Nieuwpoort, der Volkschor, die Fastnachter der „Knallkepp“ und die evangelische Frauenhilfe wieder dabei. Auch die „Messemädels“ und die Bastler aus dem Kindergarten „Eulennest“ bezog Bürgermeister Hoffmann in das „große Netzwerk der Unterstützer und Helfer“ ein, das in Rodgau „Dinge bewegt, die ansonsten überhaupt nicht bewegt werden könnten“. Gemeint waren sicher auch die Rotarier. Laut Lothar Mark ist die Rotary-Hospizstiftung ihrem wichtigsten Ziel ganz nahe: „Die erste Million ist fast voll.“ (zrk)

Quelle: op-online.de

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