Gute Mischung zieht die Gäste an

Kleiner Weihnachtsmarkt ganz groß

+
Die Evangelische Frauenhilfe verwöhnte an ihrem Stand mit herrlichen Marmeladen und mehr. Kleines Foto: Landtagsvizepräsident und Schirmherr Frank Lortz (rechts) übergab an Hans-Jürgen Lange einen Scheck. Links: Pfarrerin Christina Koch.

Dudenhofen -  Der Musikverein Dudenhofen intonierte „Herbei, oh ihr Gläubigen“, doch diese Aufforderung war eigentlich gar nicht nötig. Denn zum „Kleinsten Weihnachtsmarkt“ strömten die Besucher auch so in Scharen.

Die Budengasse neben der evangelischen Kirche war zeitweise so voll, dass es kein Durchkommen mehr gab. Fantastisches Glühweinwetter begünstigte die Veranstaltung des Förderkreises für kulturelle Projekte Dudenhofen: trocken, um die null Grad und windstill. Unter weniger guten Voraussetzungen nahm der Förderkreisvorsitzende Hans-Jürgen Lange seine Gastgeberrolle wahr. Er war vor der Veranstaltung bei der Hausarbeit gestürzt und begrüßte die Gäste zwar im Stehen, aber gestützt auf einen Stock. „Räumen Sie nie eine Waschmaschine aus“, riet er den Männern im Publikum über die Lautsprecheranlage und machte aus seiner misslichen Lage gewohnt humorvoll das Beste.

Vielleicht trug zu seiner Ermunterung die Vielzahl der Gäste bei, darunter etliche Offizielle, wie Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Ehrenbürger Paul Scherer, die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, IGEMO-Chef Wolfgang Linke, Asklepios-Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch und natürlich der Schirmherr, CDU-Landtagsvizepräsident Frank Lortz. Er hatte außer vielen lobenden Worten auch einen Scheck im Gepäck, den er Lange für die Arbeit des Förderkreises überreichte – verbunden mit einem ausführlichen Dank an alle Beteiligten, „die mit dieser Veranstaltung ein Zeichen der Gemeinsamkeit setzen“.

Pfarrerin Christina Koch machte den Gästen Mut, ihr Leben in der Adventszeit positiver als sonst zu sehen. Man könne bei diesem guten Vorsatz von der Heiligen Familie lernen, die auf ihrem beschwerlichen Weg nach Bethlehem gewiss genug Grund gehabt hätte wehzuklagen, dies aber nicht getan habe. „Gucken Sie anders hin und meckern Sie nicht. Freuen Sie sich an dem, was ist“, appellierte Pfarrerin Koch und nannte praxisnahe und erhellende Beispiele: Der lästige Lebensmitteleinkauf etwa könne auch verstanden werden als „gesicherter Unterhalt – Gott sei Dank“, die nervigen Wäscheberge als „genug anzuziehen“, die verpasste Bahn als „geschenkte Zeit“ und das Haus voll tobender Kinder als „alle haben ein Dach über dem Kopf“.

„Kleinster Weihnachtsmarkt“ in Dudenhofen: Bilder

Zuvor hatten die Turmbläser des Musikvereins, Jannis Gröpl, Ralf Hessenthaler und Klaus Fenchel aus luftiger Höhe musikalisch auf das Geschehen eingestimmt. Generell zauberte der festliche Bläserklang des von Rainer Fenchel geleiteten Orchesters eine ganz besondere Atmosphäre: „Vom Himmel hoch, da komm ich her...“ Akzente nach Noten setzten auch die Gesangsgruppe „Wir 4“, Kinder aus der Freiherr-vom-Stein-Schule und Jugendliche des Musikvereins.

Nach der Eröffnung genossen die Besucher das Getümmel. Die Evangelische Frauenhilfe freute sich über einen guten Absatz ihrer herrlichen selbstgemachten Marmeladen und Liköre. Gut kamen auch die von den Frauen zu Gunsten des DRK gehäkelten und gestrickten Flaschenmützchen an. Der Rotaryclub Rodgau kam kaum nach mit dem Verkauf seiner Gewinnlose für den geplanten Hospizneubau. Ob Glühwein beim Feuerwehrverein, Würstchen von der Jugendfeuerwehr, Bierspezialitäten vom Partnerschaftsverein oder die aus Acryl und Seide interessant gestalteten Schneemannlampen der Messemädels – alles ging weg wir warme Semmeln.

Einen besonders duften Akzent setzte die Asklepios-Klinik Seligenstadt mit ihrem Stand. Führungskräfte des Hauses informierten über die Vorzüge von Aroma-Ölen (Hautstärkungsöl, Schlaföl), wie sie im Klinikalltag Verwendung finden. Natürlich gab’s davon kostenlose Pröbchen. (bp)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare