Der richtige Mix ist wichtig

Budenzauber in Nieder-Roden soll nicht größer werden

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Für jeden etwas dabei – an diesem besonders bunten Adventsmarktstand in Nieder-Roden ist das keine Floskel.

Nieder-Roden - Bis hierhin und nicht weiter – ganz so rigoros hat es am Wochenende zwar niemand formuliert, in der Sache aber gab es unter den Ausrichtern des Adventsmarkts in Nieder-Roden Übereinstimmung: Noch größer sollte er nicht werden, der Budenzauber an der St.-Matthias-Kirche. Sonst wird es in dem bislang so gemütlichen Hüttendorf zu eng und es droht – noch schlimmer – die Konformität.

Davon war am Wochenende auf dem Kirchplatz und der – wie erstmals im vergangenen Jahr – abgesperrten Schulstraße freilich noch nichts zu spüren. „Der Platz ist gut gefüllt“, vermerkte am Samstag zur Eröffnung am frühen Abend ein Sprecher der Pfarrgemeinde und meinte damit sowohl das Aufgebot an Bu den als auch den um diese Zeit bereits beachtlichen Zulauf an Publikum. Besetzt waren die Verkaufsstände größtenteils mit Stammgästen aus dem Ort in ausgewogener Mischung: Vereine und Gruppen wie die DLRG, die Pfarrjugend oder die Gymnastik-Frauen, örtliche Einzelhändler und private Hobby-Handarbeiter, die Selbstgemachtes feilboten.

Neu rekrutiert hatten die Organisatoren einen Holzschnitzer aus Mörfelden-Walldorf, der seine rustikalen Figuren bevorzugt mit der Motorsäge formt und an seinem Stand gleich gegenüber dem Kirchturm am Samstag reichlich Zulauf hatte. Der Künstler stellte auch den Hauptpreis für den erstmals ausgelobten Buden-Gestaltungswettbewerb. Zu den Klassikern gehörte indessen der Bücherflohmarkt im Pfarrheim, der am Samstag regen Zulauf verzeichnete.

Bewährtes Markenzeichen des Pfarrei-Budenzaubers ist außerdem die erstaunliche Speisekarte. Die CDU etwa hatte diesmal Schmerkuchen im Angebot, der als lokale Spezialität sonst, das wissen heimatkundige Nieder-Röder, ursprünglich bevorzugt zur Kerb auf den Tisch kam und nun eine spätherbstliche Renaissance erlebte. Auf der anderen Seite des politischen Spektrums, bei den Linken, stärkten sich zahlreiche Besucher mit Chili con Carne.

Adventsmarkt in Nieder-Roden: Bilder

Am Stand der Claus-von-Stauffenberg-Schule gab es Selbstgebackenes von Kuchen über Plätzchen bis zu Puderzucker-Waffeln. Neben heißem Sliwowitz, dieses Jahr besonders beliebt, ausnehmend leckerem Winzer-Glühwein und ebenfalls wohl temperiertem Orangensaft wärmten Besucher und Anbieter mehrere Feuerstellen, die zudem dem Ambiente gut taten. Vorweihnachtliche Gefühle kamen auf, noch bevor Erster Stadtrat Michael Schüßler die Eröffnungsansprache hielt: Jungen und Mädchen aus dem Kindergarten Birkenhain sangen Weihnachtslieder. Für den Sonntagnachmittag hatte sich dann unter anderem der Nikolaus angesagt. (zrk)

Quelle: op-online.de

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