Genau die richtige Größe

Budenzauber am Wasserturm lockt Besucher in Scharen an

+
Gemütlich und überschaubar blieb der Budenzauber am Wasserturm auch beim siebten Mal. 

Unter den Bäumen hat der Sturm im August gewütet, der Turm aber steht noch. Die wichtigste Voraussetzung für einen siebten Budenzauber war aus Sicht der Freunde des Wasserturms damit gegeben, mit dem Rest kamen Kunden und Anbieter am Samstag mühelos klar.

Jügesheim – Schon lange vor Einbruch der Dunkelheit lockte das Spektakel die Besucher aus Rodgau und Umgebung in hellen Scharen nach Jügesheim.

Noch vor Wochen hätten die Gastgeber um Vereinschef Stefan Matthes wohl nicht darauf gewettet, ihr seit der Premiere 2013 zunehmend beliebtes, vor allem der heimeligen Atmosphäre wegen vielfach geschätztes Voradventsangebot auch dieses Jahr unterbreiten zu können. Der Stadt Rodgau verdanke der Förderverein viel, betonte Matthes im Gespräch mit unserer Zeitung: Angesichts zahlreicher entwurzelter, teils angeschlagener und damit gefährlicher Bäume habe das Rathaus nicht nur zügig gehandelt, sondern auch eine praktische Lösung gefunden.

Tatsächlich spazierten die Besucher auf einem stellenweise dicken Belag aus zerkleinerten Stämmen und Ästen herum, laut Matthes direkt vor Ort aus den Waldtrümmern geschreddert. Das hätte wohl auch das Matschproblem gelöst, mit dem die Veranstalter bei entsprechend nassem Wetter mehrfach zu kämpfen hatten. Derlei Fragen stellten sich freilich am Samstag nicht: Der Budenzauber begann mit Sonnenschein, bis in den späten Abend hinein hielten sich fast frühlingshafte Temperaturen.

Handarbeit steckt hinter vielen schönen Dingen. Beim Budenzauber war ein Drechsler am Werk.

Verlassen können sich die Wasserturmfreunde inzwischen auf die Kerntruppe ihrer Mitstreiter. Sämtliche Rodgauer Vereine, sie sich im vergangenen Jahr mit Ständen beteiligt hatten, waren laut Matthes auch diesmal wieder dabei – neben dem Tennisclub und der katholischen Jugend aus Jügesheim auch der TSV Dudenhofen, die Spielgemeinschaft Nord, die Sportvereinigung Weiskirchen und die Rodgauer Sportfreunde. Nach bewährtem Muster oblag den ehrenamtlich Engagierten vor allem die Verköstigung der mit zunehmender Dauer immer zahlreicher werdenden Besucher.

Neben einem breiten Standard-Sortiment von Würstchen über Hamburger, Brezeln und Waffeln bis hin zu klassischem Weihnachtsgebäck gab es da einiges zu entdecken und zu kosten: Flammlachs direkt vom Grill etwa, Met aus eigenem Imkerhonig, selbst gemachte Marmelade oder Salz aus dem Reagenzglas – bei Licht besehen nicht viel mehr als eine originelle Verpackungsidee, die aber viele entzückte Abnehmer fand.

Elegant überwunden war damit auch die ohnehin fließende Grenze zwischen Leckerei und Kunsthandwerk. Was sich die Kreativen diesmal hatten einfallen lassen, brauchte keinen Vergleich mit größeren Vorweihnachtsmärkten zu scheuen. Schmucke Lampenschirme, Selbstgestricktes für wohlige Wärme von Kopf bis Fuß und jede Menge Dekoratives von Kerzen über duftende Seifen und Geschenkideen aus Holz, Keramik, Glas, Metall und – auch saisonal offensichtlich im Trend – einer Fülle von Naturmaterialien. Fest steht nach der siebten Auflage allemal: Immer noch mehr Wachstum ist nicht immer und überall erstrebenswert. Der Budenzauber hat mit rund 30 Anbietern alles, was er braucht.  

zrk

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare