Hainhäuser Weihnachtsmarkt

Gemütlichkeit und Wetterglück

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Der etwas andere Sitzplatz war ein Schlitten bei den Eseln von Bauer Keller.

Hainhausen - „Ich wünsche mir, dass sich alle Menschen auf der Welt lieb haben“, so lautete der Wunsch, den die kleine Alina auf dem Hainhäuser Weihnachtsmarkt an einen Tannenbaum neben der Bühne hängte und damit den weihnachtlichen Gedanken in ihrer kindlichen Unbeschwertheit auf den Punkt brachte.

Aber auch der Wunsch nach genug zu essen und zu trinken für alle Menschen oder der Berufswunsch fanden ihren Platz am Baum, ebenso wie die üblichen Begehren nach Spielzeug. Beim adventlichen Treiben entlang der August-Neuhäusel-Straße unter dem Motto „Weihnachten uff de Haahäuser Gass“ gehörte der Auftritt des Kindergartens Sankt Rochus, den die kleine Alina besucht, wieder mit zum Programm dazu. Rund 25 Kinder sangen ihre Lieder und wurden dafür mit kleinen Geschenken vom Mann mit dem Rauschebart belohnt.

Auf der Hainhäuser Hauptstraße herrschte am Sonntagabend kuscheliges Gedränge.

Der fehlende Schnee tat der guten Stimmung zwischen den Buden aber keinen Abbruch. Vielmehr waren Aussteller und Besucher nach dem kräftigen Regenschauer im letzten Jahr froh, dass es trocken und kalt blieb. Spätestens als es am Nachmittag dämmerte, sorgten die vielen Lichter und Feuer für eine wohlige und festliche Stimmung. Roter oder weißer Glühwein und Plätzchen in der Hand und im Kreise von Freunden und Bekannten trugen das Ihre zur schönen Atmosphäre bei.

Roland Schlitt, der Vorsitzende des veranstaltenden Geschichts- und Kulturvereins freute sich, dass es mehr Stände gab als im Vorjahr. 22 Vereine, Privatleute und Geschäfte machten am dritten Advent mit und boten allerlei Köstlichkeit, Kreatives und Handwerkliches. Während Ehrenbürger Paul Scherer sich seit langer Zeit mal wieder einen Lumumba - also Kakao mit Schuss - gönnte, gab es nebenan heißen Apfelwein, Feuerzangenbowle, Pfannkuchen, Waffeln und Plätzchen. Zum ersten Mal mit dabei waren die Feuerwehrfreunde Hainhausen und der Förderverein der Münchhausenschule, die sich beide sehr gut in das Gesamtbild einfügten. Bürgermeister Jürgen Hoffmann dankte dem Geschichts- und Kulturverein nicht nur für das Engagement am Weihnachtsmarkt, sondern für die fleißige und unermüdliche Tätigkeit das ganze Jahr über. Mit den neuen Ausgrabungen an der Burg habe der Verein nicht nur viel körperliche Arbeit, sondern auch etwas für die ganze Stadt geleistet.

Bilder vom Weihnachtsmarkt in Hainhausen

„Weihnachten uff de Haahäuser Gass“

Auch die Künstlergruppe „Unsere Art“, die ihre Wurzeln im Geschichts- und Kulturverein hat, präsentierte sich und ihre Werke. Sowohl in der TGH-Gaststätte als auch in Zelten zeigten sechs Künstlerinnen und Künstler ihre kreativen Schöpfungen. Vom Kinderbasteln bis hin zu selbstgestrickten Mützen und Dekorationsartikeln reichte das Angebot der Aussteller, das von weiteren Programmpunkten ergänzt wurde. So gaben die Sänger der Eintracht Hainhausen einige ihrer Stücke zum Besten, und auch die Musikgruppe „Doppel(s)pass“ machte ordentlich Stimmung.

Ein besonderer Höhepunkt des Marktes und beliebter Anlaufpunkt für die Besucher ist jedes Jahr der Hof von Bauer Keller. In Scheunenatmosphäre konnte man es sich auf Strohballen gemütlich machen, zwischen verschiedenen Sorten leckerer Heißgetränke wählen, es sich an Feuerstellen gemütlich machen oder die beiden Esel im Innenhof streicheln.

pep

Quelle: op-online.de

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