100 Lastwagen pro Tag

Gewerbepark an der Autobahn

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An der Autobahn bei Weiskirchen sind zwei große Gewerbe- und Lagerhallen geplant. 

Ein neuer Gewerbepark soll am östlichen Rand des Gewerbegebiets Weiskirchen-Ost entstehen. Das teilte Bürgermeister Jürgen Hoffmann gestern vor der Presse mit. In drei Wochen entscheiden die Stadtverordneten über den Erschließungsvertrag.

Weiskirchen – Die MP Holding GmbH (Neu-Isenburg) will am Ende der Boschstraße auf rund 28 000 Quadratmetern zwei Hallen bauen, die je nach Bedarf der Mieter teilbar sind. Sie eignen sich nach Angaben des Unternehmens für Lager, Produktion, Service und Büros. Das Unternehmen kündigt die Fertigstellung für Anfang 2020 an. Die Hallen sollen nach Angaben der Stadt 9,30 Meter hoch werden. Der Bürgermeister hofft auf 120 bis 150 Arbeitsplätze.

Auf dem Gelände neben dem Logistikbetrieb Fed Ex waren schon unterschiedliche Betriebe geplant, unter anderem ein Einkaufszentrum mit Bowlingcenter. Vor rund 15 Jahren scheiterte die Ansiedlung der ABX-Spedition am Widerstand aus der Kommunalpolitik. Die Liegenschaftsverwaltung Rosental-Gelley und Rosental-Itzhar (Frankfurt) suchte jahrelang einen Käufer für das Areal.

Der Bebauungsplan „Auf dem Mittelpfad“ (W 6.2) stammt noch aus der Zeit der selbstständigen Gemeinde Weiskirchen, also vor 1977. „Ein Bebauungsplan, der viele Freiheiten lässt“, wie Bürgermeister Jürgen Hoffmann sagt. Daran lasse sich nichts ändern: „Damit müssen wir einfach umgehen.“

Als große Herausforderung nennt Hoffmann den Straßenverkehr. „Wir haben versucht, in den Verhandlungen etwas zu erreichen, das wir auch mit gutem Gewissen vorschlagen können“, sagt er.

Für die bis zu 100 Lastwagen pro Tag seien auf dem Gelände ausreichend Stellplätze geplant. Für die Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr gebe es eine Abstellmöglichkeit vor dem Gelände, sodass kein zusätzlicher Parkdruck auf den angrenzenden Straßen entstehe. Für Autos seien 101 statt der geforderten 51 Stellplätze vorgesehen. Zudem finanziere der Investor den Bau einer Kehrschleife für Lastwagen an der Daimlerstraße; auf die Stadt entfalle nur ein Kostenanteil von höchstens 20 000 Euro.

Die Kehrschleife ist notwendig, damit der Schwerverkehr auf der Brücke Daimlerstraße die Autobahn überqueren kann. Die Boschstraße zweigt von der Daimlerstraße im spitzen Winkel ab. Für Lastwagen ist diese Kurve viel zu eng.

Bisher wenden die Laster auf einer Fläche mit Schottersteinen. Sie soll seit Jahren befestigt werden. Anfang 2016 hatte die Stadt den Bau der Kehrschleife zur Förderung nach dem Kommunalinvestitionsprogramm des Landes Hessen angemeldet. Im Herbst 2017 segneten die Stadtverordneten den Gestaltungsentwurf ab – doch gebaut wurde die Kehrschleife seither nicht.

Obwohl der geplante Gewerbepark neben der Autobahn liegt, ist die Anbindung etwas umständlich. Ein Lastwagen muss von dort aus 3,5 Kilometer weit durch ein Schlangennest von Straßen kurven, bis er auf der A 3 in Richtung Würzburg am Gewerbepark vorbeifährt.  eh

Quelle: op-online.de

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