Dressurturnier der RSG Oberwald

Reiter schätzen familiäre Atmosphäre

Mit der gelben Schleife schmücken sich die Sieger, wie hier Lana Raumanns auf dem Wallach „Feodor Nymphenburg OLD“.
+
Mit der gelben Schleife schmücken sich die Sieger, wie hier Lana Raumanns auf dem Wallach „Feodor Nymphenburg OLD“.

Drei Tage Pferdesport von den Jüngsten bis zur Zwei-Sterne-Klasse S** erlebten die Besucher eines Dressurturniers der Reitsportgemeinschaft (RSG) Oberwald am Wochenende.

Weiskirchen – Die 335 Turnierteilnehmer kamen aus einem Einzugsbereich von Mainz bis Unterfranken. Unter ihnen waren auch professionelle Reiter. „Dass Profis den Weg nach Weiskirchen finden, unterstreicht die Wertigkeit und Anerkennung des Turniers“, sagt Heike Winter von der Turnierleitung.

Auch bei den acht Wertungsrichtern hat dieses Turnier einen guten Ruf. „Die Atmosphäre und das Ambiente ist hier etwas ganz Besonderes“, lobt Klaus Köster, der als ehrenamtlicher Richter an etwa 30 Turnieren pro Jahr mitwirkt. Kennzeichnend für die RSG Oberwald seien die familiäre Art und der zwanglose Ablauf: „Das überträgt sich auf die Pferde. Man sieht es schon daran, wie stressfrei sie einlaufen.“

Als überdurchschnittlich gut bezeichnet Klaus Köster die Sicherheitsvorkehrungen. Die Fläche für die Zuschauer ist klar von der übrigen Anlage getrennt, um Unfälle zu vermeiden. Bereits bei der Anfahrt bekommen Besucher einen Plan des Geländes überreicht. Absperrungen und Wegweiser sorgen dafür, dass kein Unbeteiligter zwischen den Ställen herumläuft.

Schon Wochen vor dem Turnier begannen die Vorbereitungen. Mit schwerem Gerät und moderner Messtechnik wurde der Sandboden der Reithalle eingeebnet – mit einer Genauigkeit von einem Zentimeter. Anstelle der üblichen Beregnungsanlage sorgt dort ein sogenanntes Ebbe-Flut-System mit aufsteigender Feuchtigkeit dafür, dass der Sand gleichbleibend griffig bleibt.

Auch im Freien wurde die Reitanlage aufgewertet. Der Dressurplatz verfügt jetzt über eine Flutlichtanlage. Sechs Lichtmasten mit LED-Leuchten sorgen dafür, dass die Reiter dort auch abends trainieren können. Das sei gerade im Herbst wichtig, wenn es früher dunkel wird, sagt Turnierleiterin Anja Radloff: „In der Halle sind wir noch lang genug.“

Ihre Premiere hatte die Flutlichtanlage am Samstagabend bei der Dressurprüfung der hohen Klasse S*. Die Kür zu individueller Musik war für Sportler und Publikum ein besonderes Erlebnis. Am Start waren die zehn Besten dieser Klasse, die sich am Nachmittag qualifiziert hatten. Neben Schwierigkeitsgrad und Ausführung wurde auch die Harmonie zwischen Bewegungen und Musik bewertet. Dazu kommt noch, dass der Ritt im Dunkeln für das Pferd eine Herausforderung ist.

Im Dressursport kommt es nicht nur auf punktgenaues Reiten an, sondern mindestens ebenso auf die Harmonie zwischen Pferd und Reiter. Das können auch Laien erkennen, wie Wertungsrichterin Elke Hüther sagt: Bei den besten Reitern wirke die Prüfung „wie von allein, leichtfüßig und harmonisch“. Jegliche Form von Zwang ist verpönt: „Wenn einer grob reitet, gibt es schlechte Noten.“ Die Pferde seien ja schließlich „unsere Freunde, unsere Sportkameraden“.

Die Mitglieder der RSG Oberwald waren an den drei Turniertagen an vielen Stellen gefordert. Sie protokollierten die Wertungsnoten, organisierten den Ablauf am Abreiteplatz, glätteten den Boden zwischen den Prüfungen, verkauften Kuchen und schenkten Getränke aus. Besonders freut sich der Verein über die Erfolge seiner Mitglieder. So ging der Sieg bei den jüngsten Teilnehmern in der Führzügelklasse an die siebenjährige Emilia mit ihrem Reitpony „Cocowääh“. In der Dressurprüfung der Klasse M* überzeugte Vereinsmitglied Pauline Bock auf „Longchamp 6“ auf ganzer Linie und holte sich als Belohnung die goldgelbe Schleife ab.  eh

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare