Nieder-Roden

Wenn die Oma den Wolf frisst

+
Bei der Aufführung waren etwa 80 Kinder und Jugendliche gleichzeitig auf der Bühne.

Zauberlehrlinge und verirrte Töne bevölkerten die Aula der Heinrich-Böll-Schule (HBS). Mehr als 120 Zuschauer erlebten das märchenhafte Mitmach-Musical „Rumpelwolf und Dornenstilzchen“ - eine Gemeinschaftsleistung von Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersstufen.

Nieder-Roden (eh) - Die Musicalgruppe der Heinrich-Böll-Schule und der Gartenstadtschule stand gemeinsam mit dem Jugendorchester des Musikvereins Nieder-Rodenauf der Bühne. Die Chorparts übernahm der Schülerchor der Gartenstadtschule.

Seit dem Ende der Herbstferien hatten die Dritt- bis Sechsklässler geprobt. In zwei verschiedenen Schulen war das gar nicht so einfach. Bei der Aufführung am Donnerstagnachmittag waren etwa 80 Kinder und Jugendliche gleichzeitig auf der Bühne. Angela Groh hielt die Rasselbande zusammen. Sie hatte das Musical bereits mit den Kindern der Freien Schule Seligenstadt erfolgreich inszeniert. Diesmal waren weitere Erwachsene dabei: Steffen Bodensohn von der Gartenstadtschule, Alexandra Staab von der Heinrich-Böll-Schuleund Stefan Eyßen als Dirigent des MVN-Jugendorchesters.

Das Stück von Christian Kunkel erzählt von einem Tag in der Zauberschule. Der alte Hexenmeister ist außer Haus und die Zauberlehrlinge probieren heimlich verbotene Zaubersprüche aus. Bald ist ihnen auch das zu langweilig und sie öffnen eine geheimnisvolle Eichentruhe. Damit bringen sie die Harmonie im Märchenland aus dem Gleichgewicht. Die Töne einer Melodie machen sich aus dem Staub und es geht drunter und drüber: Rotkäppchens Großmutter frisst den Wolf, Dornröschen verwandelt sich in eine zickige Göre und die sieben Geißlein strecken dem Wolf frech die Zunge heraus. Nur mit Hilfe der Kinder im Publikum gelingt es den Zauberlehrlingen, die verschwundene Melodie einzufangen und die Ordnung wieder herzustellen.

Vom Kindergartenkind bis zum Papa hatten die Zuschauer viel Spaß an dem kurzweiligen Mitmach-Musical von etwa 40 Minuten. Ein Mädchen aus der Münchhausenschule bedankte sich sogar bei HBS-Schulleiterin Andrea Haus für die Einladung nach Nieder-Roden. Die Schulleiterin hofft nun, dass sich die gelungene Zusammenarbeit beider Schulen mit dem Musikverein fortsetzen lässt. Die jungen Musiker des MVN-Jugendorchesters freuen sich aber zunächst auf ihren Ausflug in einen Freizeitpark: Mit den 270 Euro, die sie in der Böll-Schule an Spenden sammelten, ist die Busfahrt schon fast bezahlt.

Quelle: op-online.de

Kommentare