„Wichtiges Signal in der Krise“

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Steffi Gawrilow von „Rupp an der Kirche“ führte Messeneuheiten für ambitionierte Köche vor. Wer Schubeck, Lafer, Lichter & Co. nacheifern will, erzeugt Parmesanspäne ja nicht mehr mit der Küchenmaschine, sondern zelebriert das Hobeln am Tisch.

Jügesheim - So langsam wird er zur schlechten Gewohnheit - der Regen, der mit unschöner Regelmäßigkeit über die Eröffnungsgäste des Gassenfestes niederprasselt. War er letztes Jahr außer heftig wenigstens warm und kurz, fiel er gestern heftig, aber lang und kalt vom Himmel. +++ Fotostrecke +++ Von Michael Löw

Lang waren denn auch die Gesichter von etlichen der gut 50 Geschäfts- und Vereinsleute, denn zum „Tafeln uff de Gass“ - so das Motto des Jügesheimer Markttages - hatte niemand so recht Lust.

Impressionen vom Gassenfest

Jügesheim feierte Gassenfest

Schirme waren ein unverzichtbares Utensil beim Bummel durch Jügesheim.

Dabei hatten sich die Teilnehmer viel Mühe gegeben, um Stände zu dekorieren, ihre Waren zu präsentieren oder Leckereien von Cevapcici über Zander, Flammkuchen und Ofenkartoffeln bis hin zu Cocktails ohne und mit Alkohol vorzubereiten.
Einen kreativen Wettbewerb lieferten sich die beiden Jügesheimer Innenstadt-Friseure Sattler und Parres: Der eine warb mit sexy Musicaltänzerinnen, der andere schickte trendige Punks auf Inlineskatern durchs Ort.

Die Mienen der Gassenfest-Beschicker hellten sich im Lauf des Nachmittags mit dem Himmel dann doch etwas auf, Straßen und Bänke füllten sich.

Jede Menge Düfte warteten gestern vor der Drogerie Phillippi auf Käufer. Probeschnuppern und fachkundige Beratung gehörten selbstverständlich zum Service.

Den dicksten Regen hatten Gewerbevereinsvorsitzender Franz Göbel, die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Bürgermeister Alois Schwab zum Gassenfest-Auftakt abbekommen, kaum dass der Kinderchor der Sängervereinigung die Bühne verlassen hatte. Claudia Jäger hatte den Einzelhändlern Mut gemacht: Leistung und Service öffentlich zu präsentieren, sei in der Krise „ein wichtiges Signal“.

Quelle: op-online.de

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