Wildkräuterwiese statt Kleingärten

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Wildwuchs dominiert nun das ehemalige Gartengelände am Finkenweg. Langsam wachsen die Hütten zu. Die Gärten sollen im Herbst geräumt werden.

Hainhausen - (pul) Die ehemaligen Kleingärten am Finkenweg sind kein schöner Anblick. Dort wo früher Salat und Gemüse geerntet wurde, verfallen heute die Gartenlauben und -zäune, deren Abrisszeitpunkt näher rückt. Durch die Überflutungen der Rodau erobert sich dort Wildwuchs das Terrain zurück.

Die Stadt pachtet langfristig das Gelände „Auf der Höhe“, um neues Ersatzkleingartengelände zu schaffen. „Die im Finkenweg bestehenden Pachtverträge sind einheitlich zum Jahresende 2009 seitens der Stadt gekündigt“, informiert die städtische Pressestelle.

Grundsätzlich sind die ehemaligen Nutzer der Grundstücksteile dazu verpflichtet, vorhandene Aufbauten und Einfriedungen abzubauen und zu entsorgen, so die Stadt weiter.

Im Herbst sollen Container aufgestellt werden, in denen Metall, Holz, Glas und Bauschutt von den Pächtern entsorgt werden können. Die dafür anfallenden Kosten sollen auf die Verpflichteten umgelegt werden. Vorab ist geplant, im Rahmen einer Sperrmüllabfuhr bewegliches Inventar wie Gartenmöbel zu entsorgen.

Die letzten Hütten im Finkenweg verschwinden wohl erst 2010

Der Bebauungsplanentwurf für die neuen Gartengrundstücke „Auf der Höhe“ an der Bahnlinie (H 18) wurde zum Jahreswechsel ausgearbeitet und wird nach Integration diverser Vorschläge des Ortsbeirates und der Bürger demnächst dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Das betroffene Grundstück nördlich von Hainhausen ist nicht städtisches Eigentum, wird aber langfristig vom Eigentümer gepachtet.

Die Pächter der Finkenweg-Gärten, die einen Ersatzgarten im Bereich H 18 gewünscht haben, können auch erst nach Zuweisung des neuen Gartens nach H 18 umziehen. Somit verschwinden die letzten Hütten im Finkenweg wohl erst im Jahr 2010.

Wie es mit dem Gelände am Finkenweg nach der Räumung weiter geht, ist noch offen. Aus dem 2004 beschlossenen Konzept „Rodaupark“ lässt sich ableiten, das Grundstück mit dem angrenzenden Spielplatz für Freizeitnutzung in Form eines Rastplatzes auszuweisen. Das Rodau-Ufer sollte naturnah gestaltet werden. Den Verantwortlichen schwebt hier eine Wildkräuterwiese oder einzelne Steinhaufen vor.

Quelle: op-online.de

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