Wilhelm-Busch-Schule erwartet weniger Unfälle

Mehr Sicherheit auf dem Schulhof

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Auf dem Gelände der Wilhelm-Busch-Schule laden mehrere neue Mäuerchen zum Balancieren ein. Schulträger und Schule sehen darin keine erhöhte Unfallgefahr.

Jügesheim - Auf dem neuen Schulhof der Wilhelm-Busch-Schule gibt es mehr Mauern als bisher. Niedrige Mäuerchen aus Betonsteinen umgeben die Bauminseln. Weder Schulträger noch Schulleitung sehen darin eine erhöhte Unfallgefahr.

Im Gegenteil: Laut Rektorin Angelika Stelzer-Dasbach wurde die einzige Gefahrenstelle des Schulhofs beseitigt. Eine unscheinbare, mehr als 20 Jahre alte Mauer auf dem Gelände habe nie zu Unfällen geführt, sagt die Schulleiterin. Viel gefährlicher sei eine Aufpflasterung in der Form einer flachen Pyramide gewesen: „Die Steinpyramide wurde im Winter gern befahren und berutscht. Das ging oft schief. Da gab es immer wieder Schürfwunden.“ Auf dem Mäuerchen hingegen hätten die Kinder balanciert, ohne dass es zu Unfällen gekommen sei.

„Die Unfallstelle, über die ich jedes Jahr geschimpft habe, ist jetzt weg“, freut sich die Rektorin. Mehr Sicherheit sieht sie auch an zwei weiteren Stellen. Erstens: Auf dem Grünstreifen zwischen Kletterspinne und Straße gebe es keine Dornen mehr. Zweitens: Auf dem kleinen Fußballfeld neben dem Spielplatz könnten die Kinder nun auch bei Regenwetter kicken; auf dem Rasen sei das bei Nässe nicht möglich gewesen.

Der Architekt habe viele Vorschläge der Schule berücksichtigt, sagt Angelika Stelzer-Dasbach: „Im Augenblick sind wir ganz zufrieden. In einem Jahr wissen wir, wie es sich entwickelt hat.“ Vorteile sieht die Rektorin auch in den neuen Mäuerchen an den Bauminseln. Sie eigneten sich als „nette Sitzgelegenheiten im Schatten“. An heißen Tagen könne dort auch Unterricht stattfinden.

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Manchen Außenstehenden erscheint es eher als riskant, dass gleich neben dem Verkehrsübungsparcours Steine aufgemauert wurden. Der Kreis Offenbach als Schulträger sieht darin kein Problem. Die Richtlinien zur Unfallverhütung würden eingehalten, teilt Pressesprecherin Kordula Egenolf mit: Die Einrichtung des Fahrradparcours wird auf jedem Schulhof individuell im Vorfeld mit der Verkehrspolizei abgesprochen. Die Spielgeräte werden vierteljährlich von einem Sachverständigen geprüft. Die Mauersteine Vino Mur, die vor Ort verwendet wurden, sind nicht scharfkantig.“

Gemäß der Vorschriften seien die Steine abgerundet („gebrochene Kanten“), um eine Gefährdung der Schulkinder auszuschließen. Die freie Fallhöhe betrage 45 bis 50 Zentimeter. Ein spezieller Fallschutz sei nicht notwendig: „Bis zu einer Fallhöhe von 60 Zentimetern sind alle Böden erlaubt, auch Betonsteine.“ Schulleiterin Stelzer-Dasbach erwartet, dass die neuen Mäuerchen noch mehr Kinder dazu motivieren, sich im Balancieren zu üben. Für die motorische Entwicklung der Schüler könne das nur von Vorteil sein. (eh)

Quelle: op-online.de

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