Rodgau

Windeln in den Container

Der Magistrat hat auf die Beschwerde des Sozialverbands VdK reagiert. Seit 1. Januar können Windeln inkontinenter Personen und Auffangbeutel, wie Patienten mit künstlichem Darmausgang sie benutzen müssen, kostenlos auf dem Recyclinghof in Jügesheim abgegeben werden.

Rodgau (bp) - „Wir haben dort einen Container stehen“, berichtete gestern die Erste Stadträtin Hildegard Ripper (CDU). Auch Familien mit vielen Kleinkindern können dieses Angebot nutzen.

Kurz vor Weihnachten hatte der VdK reklamiert, dass die Umstellung auf neue Mülltonnen und einen 14-tägigen Leerungszyklus diesen Personenkreis vor größte Probleme stelle. VdK-Sprecher Juergen Duchscherer, der selbst Stomapatient mit künstlichem Darmausgang ist, hatte recherchiert: In Rodgau leben mindestens 100 Bürger, die inkontinent sind oder einen künstlichen Darmausgang haben, und 1 200 Kinder von null bis drei Jahre. Hildegard Ripper hofft, dass die neue Entsorgungsmöglichkeit nicht ausgenutzt wird. „Wir überwachen das nicht, hoffen aber, dass das nicht zu einer Umgehung der ordnungsgemäßen Müllentsorgung führt. Wir wollen den betroffenen Personen bei der Überbrückung der Leerungsintervalle helfen.“

Die Erste Stadträtin teilte gestern überdies mit, dass vom 2. bis 20. Februar die in Rodgau noch fehlenden 1 300 Biotonnen an die Haushalte ausgeliefert würden. Auch habe ihr Dezernat beim Abfuhrunternehmen darauf gedrängt, dass dieses die Termine zur Beseitigung von Rest- und Biomüll künftig einhält. Wo es Verzögerungen gab, habe die Stadt aus Kulanz kostenlose Müllsäcke zur Verfügung gestellt.

Klagen über nicht abgefahrenen Müll kamen gestern aus Hainhausen und Dudenhofen. Die Papiertonne sollte am vergangenen Donnerstag geleert werden. In der Frankenstraße und Auf dem Brühl stand sie gestern Nachmittag noch. Auch Christbäume wurden offenbar vergessen - etwa im Wingertsgrund und in der Ringstraße. In Dudenhofen lagen gestern am Niederwiesenring ebenfalls noch die Christbäume, die am vergangenen Freitag hätten abtransportiert werden sollen.

Quelle: op-online.de

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