Klares Bekenntnis zur Windenergie

Rodgau - Die SPD Rodgau-Nord will die hohen sozialpolitischen Standards Rodgaus erhalten, setzt bei der Energiewende auf Windkraft und freut sich auf eine noch engere Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten aus Nieder-Roden und Dudenhofen.

Das waren die Ergebnisse der Hauptversammlung in der SKV-Halle. In seinem Rechenschaftsbericht blickte Vorsitzender Ralf Kunert auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Er lobte die Zusammenarbeit der Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern im Stadtparlament und die Arbeit von Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Das Medizinische Kompetenzzentrum Nieder-Roden und der Neubau der Seniorenwohnungen in Jügesheim zeigten, dass Rodgau im Sozialbereich auf einem guten Weg sei. „Bei der Betreuung der Kinder unter drei Jahren sind wir im Kreis spitze und werden 2013 die gesetzliche Mindestquote erfüllen – darauf können wir stolz sein“, sagte Kunert. Und der neue Gewerbepark zwischen den Stadtteilen Dudenhofen und Jügesheim belege, dass Rodgau als attraktiver Wirtschaftsstandort erfolgreich vermarktet werde.

Detailliert berichtete Kunert über den Stand der Fusionsgespräche zwischen den drei Rodgauer SPD-Ortsvereinen. In allen drei Ortsvereinen sei ein starker Wille zu mehr Zusammenarbeit zu spüren. Das sei auch die entscheidende Voraussetzung für die Gründung eines SPD-Ortsvereins Rodgau.

Große Waldflächen, die als Standort in Frage kommen

Nach dem Kassenbericht und der Wahl der Delegierten zur Landtagswahlkreiskonferenz beschäftigte sich die Jahreshauptversammlung ausführlich mit dem Thema Windenergie. Anlass waren die Suchkarten des Regionalverbands, der die größten Potenziale für Windenergie im Kreis Offenbach auf Rodgauer Gemarkung sieht. Dort gibt es große Waldflächen, die als Standorte in Frage kommen, die einen ausreichenden Abstand zu den Wohngebieten besitzen. „Wenn wir diese Potenziale nutzen, können wir in Rodgau von den Vorteilen der Energiewende profitieren“, so Reinhard Seyer bei der Vorstellung eines Antrags zu dem Thema. „Wir können damit einen wesentlichen Beitrag zur Erzeugung regenerativer Energien leisten.“

Lesen Sie dazu auch:

Windräder bevorzugt in den Wald

Mit dem Antrag fordern die Sozialdemokraten ihre gewählten Vertreter in der Stadtverordnetenversammlung, im Magistrat und in der Regionalversammlung auf, die Rahmenbedingungen für die Nutzung der Windenergie in Rodgau zu schaffen. Es ist davon auszugehen, dass im Laufe des politischen Auswahlverfahrens die ausgewiesenen Suchflächen aufgrund von Einsprüchen noch schrumpfen werden. Deshalb ist darauf zu achten, dass diesen Einsprüchen offensiv entgegengetreten wird, damit letztlich ausreichend Raum für Windkraftanlagen zur Verfügung steht. Auf Belange des Naturschutzes ist dabei Rücksicht zu nehmen. Auch soll geprüft werden, ob die Stadt selbst oder städtische Eigenbetriebe als Investoren für Windenergie aktiv werden können. Mit ihrem einstimmigen Votum für den Antrag machten die Sozialdemokraten ihren Willen sehr deutlich, alles zu tun, um die Voraussetzungen zu schaffen, damit die Chancen, die in der Windenergie für Rodgau stecken, genutzt werden.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Siegried Fries / pixelio.de

Kommentare