Windhose mischte Gäste auf

Nieder-Roden ‐ Bei hochsommerlichen Temperaturen und blauem Himmel entstand auf einem schmalen Streifen zwischen Badesee und Liegewiese am Samstag kurz nach 17 Uhr eine kleine Windhose.  Von Bernhard Pelka

Sie bescherte Besuchern des Strandbades jede Menge Aufregung und brachte den Badebetrieb aus dem Takt.  Handtücher, Zeitungen, Kleidungsstücke und Strandmatten flogen durch die Luft. Es wurde indes niemand verletzt. Auch kam keine Panik auf. Augenzeuge Florian Keile aus Rödermark berichtet: „Wie aus dem Nichts fegte die nur wenige Sekunden dauernde Wettererscheinung über die Badegäste hinweg und wirbelte dabei alle nicht niet- und nagelfesten Gegenstände auf. Viele Besucher hielten im ersten Moment instinktiv ihre Habe fest. Teilweise war der Sog so heftig, dass man das Gefühl hatte, selbst mit aufgesaugt zu werden. Leichtere Gegenstände wurden 20 bis 30 Meter in die Luft erhoben und über den See weit bis hin zu der angrenzenden Siedlung am Ortsrand Nieder-Rodens getragen. Die etwas schwereren Gegenstände wie Sonnenschirme, Handtücher, Kinderschuhe und Strand-Spielzeug fanden sich meterweit von ihrem Ursprungsort wieder.“

Meteorologisch betrachtet handelte es sich bei der Strandbad-Windhose aber um eine so genannte Kleintrombe oder auch Sand- beziehungsweise Staubteufel. Diese kleinräumigen Luftwirbel entstehen im Sommer in Bodennähe meist zur Mittags- und Nachmittagszeit bei sehr heißen Temperaturen. Dabei steigt die stark aufgeheizte Luft rasch nach oben.

Quelle: op-online.de

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