Bauhof glaubt sich bestens gerüstet

Der Winter kann ruhig kommen

Sie kehren, damit ihre Mitbürger nicht ausrutschen: Bernd Liller, Andreas Bohland, Detlef Katzschmann und Frank Werner (von links) sind im Winterdienst zu Fuß unterwegs. Hinter ihnen sieht man die beiden hohen Salzsilos der Stadtwerke, die zusammen 200 Tonnen Streusalz enthalten. - Foto: Wolf

Rodgau - Die Salzsilos sind randvoll, die Streufahrzeuge sind gut geölt, die Schneeschaufeln montiert: Der Bauhof der Stadtwerke Rodgau steht für den Winterdienst bereit.

Der erste Glätte-Einsatz liegt bereits hinter der Mannschaft. Ein wenig Feuchtsalz auf den Hauptstraßen reichte aus, um Rutschpartien nach einer Frostnacht zu verhindern. Doch das war erst der Anfang. Wie der Winter sich weiter entwickeln wird, vermag das Winterdienstteam trotz aller Erfahrung nicht vorherzusagen. Bei den Nachrichten über das Sturmtief „Xaver“ hörten die Mitarbeiter der Stadtwerke gestern jedenfalls ganz genau hin.

Ob es ernst wird, erfährt der Einsatzleiter aber nicht aus dem Radio, sondern direkt vom Deutschen Wetterdienst. Spezielle Messgeräte erfassen vor Ort die Wetterwerte. Sie stehen an kritischen Stellen, unter anderem an der Brücke „Querspange“ bei Nieder-Roden. Oft kommen auch Hinweise von der Polizei, wenn eine Streife Glätte meldet.

Mit 200 Tonnen Streusalz hat sich der Bauhof eingedeckt. Zum Vergleich: Im ganzen letzten Winter wurden 260 Tonnen verbraucht. Zudem sind 25 Tonnen Splitt eingelagert; der letztjährige Verbrauch lag bei 35 Tonnen.

Etwa 25 Arbeiter stehen bereit, um die Einwohner Rodgaus vor Unfallgefahren auf glatten Wegen und Straßen zu schützen. 13 Fahrzeuge stehen ihnen zur Verfügung, davon drei große Räum- und Streufahrzeuge für die Straßen. Auf Geh- und Radwegen werden vier Kleintraktoren und sechs Pritschenwagen eingesetzt. Wo man besser zu Fuß hinkommt, sind Arbeiter mit Kehrschaufeln unterwegs.

Allein die Streustrecken auf den Hauptstraßen summieren sich auf 105 Kilometer. Dazu kommen noch 80 Kilometer Anfahrt, weil die Streubehälter immer wieder nachgefüllt werden müssen.

Noch krasser ist das Verhältnis bei den Geh- und Radwegen. Um 76,5 Kilometer Wege zu bearbeiten, müssen die Bauhof-Arbeiter fast die fünffache Strecke zurücklegen: 350 Kilometer pro Tag.

Der städtische Winterdienst war im vergangenen Winter an 40 Tagen im Einsatz. Die Saison dauert laut Kalender des Bauhofs vom 1. November bis zum 31. März. J eh

Quelle: op-online.de

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