Winterdienst in der Kritik

Rodgau ‐ Der Winterdienst der Stadtwerke Rodgau ist nach den Feiertagen wieder voll im Einsatz. Streusalz wird angesichts begrenzter Vorräte allerdings nur noch äußerst sparsam gestreut. Nur die belebtesten Verkehrskreisel und Kreuzungen werden noch gesalzen. Von Ekkehard Wolf

An den Weihnachtstagen hingegen wurden nicht einmal alle Hauptstraßen geräumt. Auf der geschlossenen Schneedecke hieß es langsam fahren. Nur mit äußerster Vorsicht konnten ältere Menschen die Straßen überqueren. Manche blieben lieber ganz zu Hause.

„Wieso ist eigentlich die Stadt Rodgau nicht in der Lage bei so einem Schneeaufkommen mit einem Schneeschieber die Straße zu räumen?“, macht Nicolas Olejar aus Dudenhofen seinem Ärger Luft: „Es muss doch nicht gestreut werden, aber wenigstens die Hauptstraßen könnten etwas freigemacht werden. Von den Nebenstraßen nicht zu sprechen. Bei der Erhöhung der Müllgebühren ist die Stadt doch auch sehr schnell.“

Straßenschnee flog auf Bürgersteig

Gestern ging der Ärger an den Ortsdurchfahrten in die andere Richtung. Die Räumfahrzeuge waren so schnell unterwegs, dass der Straßenschnee in voller Breite auf den Bürgersteig flog. „Heute früh habe ich schon drei Mal Schnee geräumt, die Stadt schmeißt ihn mir immer wieder auf den Gehweg“, ärgerte sich Thomas Bodensohn, der Hausmeister der Rodgau-Passage, am Montagmorgen. Auch viele Nachbarn seien erbost.

Unter solchen Bedingungen fällt es Bürgern schwer, ihre Kehrpflicht zu erfüllen. Die Stadt verlangt von ihnen, den Bürgersteig vor dem Haus von 7 bis 20 Uhr schnee- und eisfrei zu halten.

Zum Ärger über den Winterdienst gab die Stadtverwaltung gestern gegenüber unserer Zeitung keine Stellungnahme ab. Keine Antwort gab es auch auf die Frage nach den Prioritäten im Winterdienst. Während halb Rodgau an Weihnachten auf den Schneepflug wartete, war der Feldweg östlich der B 45 zwischen Jügesheim und Weiskirchen gut geräumt.

Quelle: op-online.de

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