Geschwister-Scholl-Schule mit einem ersten Platz

Schüler aus Rodgau erfolgreich bei „Jugend forscht“

Den ersten Platz im Fachgebiet Biologie errang Mika Lorenz mit seiner Versuchsreihe zu Geschmacksproben.
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Den ersten Platz im Fachgebiet Biologie errang Mika Lorenz aus Rodgau mit seiner Versuchsreihe zu Geschmacksproben.

Das Leben der Kinder hat sich in den vergangenen Monaten extrem verändert. Turnhallen, Musikschulen, Museen – alles ist geschlossen und Lernen ist durch Kontakteinschränkungen nur unter erschwerten Bedingungen möglich.

Hainburg Doch davon ließen sich die Jungforscher der Rodgauer Geschwister-Scholl-Schule (GSS) nicht abschrecken. Unter dem Motto der 56. Wettbewerbsrunde „Lass Zukunft da!“ entfalteten sie ihre Experimentierfreude und ihren Erfindergeist. Die Herausforderung, ihren Forscherfragen trotz vieler organisatorischer Hürden nachzugehen, nahmen sie mit Bravour an.

Über viele Wochen hinweg meisterten sie es, unter Pandemiebedingungen Versuchsreihen zu planen und organisieren. Küchen wurden zu Forschereinrichtungen, Wohnzimmer zu Präsentationsräumen und Keller zu Aufnahmestudios umfunktioniert. Das hat sich ausgezahlt. Ihre Präsentationen, ihre Spontaneität und ihr Fachwissen überzeugten die Fachjury in den am über Videokonferenzen organisierten Jurygesprächen beim „Jugend forscht“-Wettbewerb Rhein-Main-West, der von der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung gemeinsam mit Provadis ausgerichtet wurde.

Den ersten Platz in der Sparte „Schüler experimentieren“ im Fachgebiet Biologie und damit auch die Fahrkarte zum Landeswettbewerb in Kassel im März errang Mika Lorenz (12 Jahre). Er testete, wie Klassenkameraden, Familienangehörige und Freunde auf verschiedene Geschmacksproben reagieren. Seine Versuchsreihe zielte darauf ab, herauszufinden, wie sich der Geschmack mit dem Alter rändert und ob es Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen sowie Männern und Frauen gibt.

Mit dem ersten Platz wurde auch das weibliche Forscherteam mit Rebecca Diegel (13 Jahre), Kira Hennig (12 Jahre) und Charlotte Schmitt (12 Jahre) ausgezeichnet. Sie überzeugten im Fachgebiet Physik mit ihrem Projekt „The Heat is on – die 4-Buchstabenwärmer im Vergleich“, bei dem sie sich auf die Jagd nach dem idealen Wärmekissen in Zeiten des Stoßlüftens in eisigen Klassenzimmern begaben. Sie wollten herausfinden, welches Material in den Kissen am längsten die Wärme hält, zugleich aber auch einen gewissen Sitzkomfort bietet. Auch sie dürfen sich auf die nächste Runde in Kassel freuen.

Besonders intensiv setzten sich Anna Stähler (13) und Jil Zeiger (13) mit dem Motto des Wettbewerbs „Lass Zukunft da!“ auseinander. Ihr Projekt „Suche nach europäischen Bäumen/Pflanzen, die sich an klimatische Veränderungen anpassen“ wurde mit dem dritten Preis im Fachgebiet Biologie prämiert.

Ihre ersten Ergebnisse werden weitere Untersuchungen nach sich ziehen. „Wir wissen ganz genau, dass es noch viel Geduld und Forschereifer braucht, um in Zeiten des Klimawandels Gärten und Wälder sinnvoll umzustrukturieren. Wir bleiben dran!“, so die Mädchen.

Diese Preise im Rücken wird die Forscherarbeit an der GSS intensiv weitergeführt. Die Motivation der Jugendlichen steckt auch die Lehrer an, zumal die Jury die Aufbauarbeit der Geschwister-Scholl-Schule im Bereich „Jugend forscht“ mit dem begehrten Schulpreis des hessischen Sponsorpools belohnt hat.  (siw)

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