Wohnquartier an der Egerstraße wächst

Hausbau in der Gärtnerei

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Die letzten 35 Meter des Grundstücks rechts der Egerstraße bleiben öffentliche Grünfläche, der Rest wird bebaut. Insgesamt beträgt der Abstand dort zwischen Rodau und bestehender Bebauung (im Hintergrund) etwa 75 Meter.

Jügesheim - Der Bau-Boom in Rodgau hält an. Anwohner der Egerstraße bekommen neue Nachbarn. Dort wird die bestehende Bebauung um weitere Häuser ergänzt. Diese Lage ist so begehrt, dass die Interessenten es hinnehmen, bereits seit Jahren auf den Baubeginn warten zu müssen.

Bebaut werden die noch übrigen Flächen der ehemaligen Gewächshäuser der Gärtnerei Winter. Das Stadtparlament hat einstimmig beschlossen, für dieses Gebiet einen neuen Bebauungsplan aufzustellen. Inhaber ist Norbert Winter. Er trägt die Kosten für den städtebaulichen Vertrag, der Grundlage für das Bauprojekt ist. Der Grundbesitzer hat sich überdies bereiterklärt, als Ausgleich für die Neubebauung Richtung Rodau einen 35 Meter breiten Streifen seines Geländes entlang dem Bach als Grünfläche herzurichten. Nach drei Jahren Wachstum geht diese Fläche in den Besitz der Stadt über, die im Gegenzug die Pflege übernimmt. Diese öffentliche Grünfläche ergänzt ein fünf Meter breiter privater und unbebaubarer Pflanzstreifen direkt an den Baugrundstücken. Von den insgesamt 5 650 Quadratmeter Grundstücksfläche bleiben somit 2 100 Quadratmeter Bauland.

Um Schallschutzauflagen erfüllen zu können, entsteht entlang der Neubebauung an der Grenze zum Sportplatz von TGM SV ein 2,50 Meter hoher und etwa 40 Meter langer Lärmschutzwall, der begrünt wird. Auch diesen Wall muss der Grundstückseigentümer aus der eigenen Tasche bezahlen. Die Bauplanung liegt in den Händen von Architekt Wolfgang Schwarz aus Jügesheim. Er plant drei Doppelhäuser und ein Einfamilienhaus. Die Immobilien sind bereits so gut wie alle verkauft. Teils warten die Interessenten schon drei Jahre auf den Startschuss. Schwarz rechnet mit einem Baubeginn etwa in einem guten Jahr. Ökologisch soll das kleine Quartier auf dem neuesten Stand sein. Optimal wäre aus Sicht des Architekten eine Energiegewinnung für die Heizung und Warmwasser aus Erdwärme sowie eine Regenwasserversickerung auf der öffentlichen Fläche Richtung Rodau. Zur Erdwärmegewinnung müsste auf dem Areal etwa 180 Meter tief gebohrt werden.

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Schon 1999 plante Norbert Winter, Teilflächen seiner Gärtnerei zur Bebauung umzunutzen. Nach einer Änderung des Flächennutzungsplans ergingen 2006 bis 2008 Einzelbaugenehmigungen für drei Häuser, die dann auch gebaut wurden. Jetzt ermöglicht die Stadt dort weitere Neubauten.

bp

Quelle: op-online.de

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