Wohnungsmarkt in Weiskirchen

Leben am Lärmwall

Weiskirchen - Der Wohnungsmarkt in Weiskirchen ist in Bewegung. An der Brückenstraße sollen Häuser für 100 Familien entstehen. Die Sportvereinigung baut Reihenhäuser auf ihrem Vereinsgelände.

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Und von 19 geplanten neuen Doppel- und Reihenhäusern an der Ostpreußenstraße sind 15 schon verkauft. Die Vorstellung ist zwar gruselig, dort direkt am Lärmschutzwall der B 45 wohnen zu sollen. Die Realität sieht aber offenbar komfortabler aus. Warum sonst läuft der Verkauf so gut, obwohl die Baugrube noch nicht einmal ausgehoben ist? Auch Rodgauer Prominenz interessiert sich. Bürgermeister Jürgen Hoffmann hat Ambitionen, dort in ein neues Häuschen einzuziehen.

Alte Weiskircher sagen, unmittelbar hinter der Lärmschutzwand lebe es sich leiser als einige Hundert Meter davon entfernt. Vielleicht ist dies der Grund dafür, dass die Liegenschaften weg gehen wie warme Semmeln. 15 sind verkauft, für zwei ist der Notartermin so gut wie fest, die zwei letzten sind reserviert.

Blockheizkraftwerk liefert Energie

Ein altes Straßenschild aus der engeren Umgebung des Neubaugebiets an der Ostpreußenstraße hat sich auf den Bauplatz direkt am Lärmschutzwall (links) verirrt. Wie auch immer es dorthin gekommen sein mag: bald ist es weg, denn voraussichtlich noch diese Woche sollen die Bagger rollen.

Bauträger ist die Firma Werner Wohnbau GmbH & Co. KG in Niedereschach. Auf dem derzeit rund 7000 Quadratmeter großen unbebauten Grundstück entstehen fünf Doppelhäuser und neun Reihenhäuser mit 122 bis 145 Quadratmeter Wohnfläche. Alle Wohneinheiten werden schlüsselfertig zum Festpreis inklusive Grundstück angeboten, berichtet Geschäftsführer Michael Werner. Das mit dem Innovationspreis „Top 100“ ausgezeichnete Unternehmen hat sich auf Reihenhaus- und Doppelhausanlagen spezialisiert und baut rund 300 hochwertige Wohneinheiten pro Jahr. Ein Blockheizkraftwerk vor Ort führt den Eigenheimen Energie zu. Das Bauprojekt soll in einem einzigen Bauabschnitt durchgezogen und bis 2015 fertig gestellt werden.

Vor dem Baubeginn musste die Firma noch eine außergewöhnliche Aufgabe lösen. Auf Anweisung der Naturschutzbehörde musste ein Biotop für geschützte Vögel- und Reptilienarten angelegt werden, in das die Zauneidechsen dann umgesiedelt wurden. 

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bp

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Pelka

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