Süßigkeitenladen „Zuckerstubb“

Wunschtraum aller Naschkatzen

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Silke Schwehm weiß, wovon Kinder träumen.

Jügesheim - Für manche Einkäufer ist es das Paradies schlechthin: Bonbons, Lutscher, Brause, Lakritze und Schokolade bis zum Abwinken. Alles appetitlich präsentiert in einem Laden, der selbst ein Kleinod ist: die „Zuckerstubb“ in Jügesheim. Von Simone Weil

Bereits der Hof an der Hintergasse 1 ist ein echter Blickfang für jeden Hobbygärtner: Oleander, Lavendel, Hortensien und Rosen schmücken das offene Vorzimmer, welches der Besucher zunächst passiert, der zu dem kleinen Geschäft mit all den süßen Sünden will. Im Laden fällt zunächst die prachtvolle Registrierkasse auf, die die Verkaufstheke ziert – gleich daneben steht der schöne, alte Herd. Dann springen die vielen Holzregale mit den Glasgefäßen ins Auge, die voll von leckeren Brausebonbons, verführerischen Schaumzuckerherzen oder Lakritzschnecken sind. Da lacht das Herz jedes großen und kleinen Naschers: Er ist in einer Art Tante-Emma-Laden, in dem alle Genüsse einzeln zu haben sind und jeder Kunde seine ganz persönliche Auswahl zusammenstellen lassen kann. Denn „Zuckerstubb“-Inhaberin Silke Schwehm füllt die Papiertüte genau nach den Wünschen und Vorgaben der verschiedenen Leckermäuler: eins von dem, zwei von da und eins von dort. Denn an die Glasbehälter darf aus hygienischen Gründen niemand außer der Inhaberin selbst. Mit Handschuhen entnimmt sie die gewünschte Nascherei dem Glasgefäß, die dann neben anderen Süßigkeiten in einer bunten Papiertüte landet.

In der Winterzeit auch Schokolade im Sortiment

300 verschiedene Produkte sind vorrätig, darunter Klassiker wie Schaumzuckererdbeeren, Colaflaschen, Gummibären, Lakritzstafetten, aber auch ganz kunterbunte Gummiwesen wie Tintenfisch, Hai und Schlange. Darüber hinaus sind fantasievolle Gebilde aus Schaumzucker in den schrägsten Farben zu haben: Pandabären, Kolibris oder bunte Eiswaffeln. Ab Herbst kommen auch wieder erlesene Trüffel und exquisite Pralinen hinzu: Im Sommer müssen die Schokoladenfreunde darben. Weil die handgefertigten Kreationen keine Konservierungsstoffe enthalten, verderben sie rascher und werden schneller unansehnlich. Deswegen kommen kühlere Temperaturen der Schokolade entgegen. Allein das Lakritzangebot in dem Rodgauer Fachgeschäft ist bestechend: Denn außer der klassischen Schnecken- und Pfeifenform finden sich dort auch richtig saure und salzige Naschereien, die ebenfalls ihre Fans haben. Denn, auch wenn manche sich gar nicht vorstellen können, dass salzige Lakritze schmeckt, ist sie für andere sogar ein richtiger Genuss.

Für Silke Schwehm ist es Ehrensache, dass sie sich bei der Präsentation und beim Verpacken ihrer Waren jahreszeitlich orientiert: Dementsprechend ist derzeit alles auf die bevorstehende Einschulung im neuen Schuljahr ausgerichtet: So bestimmen Schultüten in allen möglichen Größen, Gummileckereien in Buchstaben- und Zahlenform, aber auch Dekogags wie Ranzen, Schiefertafel und Buntstifte das Bild im Süßwarenparadies. Was in ihrem Laden zu haben ist, hat die Inhaberin auch selbst probiert: Schließlich muss sie wissen, was sie anbietet und wie das einzelne Naschwerk schmeckt, um die Kunden beraten zu können. Denn vor allem für Kindergeburtstage wird gern in dem kleinen Geschäft gekauft: Zum Beispiel sind die liebevoll verpackten Geschenktütchen begehrt, die die kleinen Gäste als Wegzehrung mit nach Hause nehmen dürfen.

Seit zehn Jahren betreibt die 56-Jährige den Laden mit den Leckereien, vorher hat die gelernte Goldschmiedin Kinder- und Jugendmode verkauft. Ihr süßes Metier macht der Geschäftsfrau noch immer Spaß – vor allem weil es so viele nette Erlebnisse mit ihrer Kundschaft gibt: So amüsiert sie sich oft, „wenn da wieder mal so eine kleine Maus steht und lange überlegt, wie sie ihr Taschengeld am besten investiert.“ Die Inhaberin ist bekannt dafür, dass keiner ihrer großen oder kleinen Kunden beim Aussuchen gehetzt wird – unabhängig davon, wie groß das Budget ist. Zum Schluss wird übrigens immer gewürfelt: Gleichgültig, wie das Spiel ausgeht, es gibt auf alle Fälle etwas Süßes.
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, jeweils von 10 bis 13 Uhr sowie zwischen 15 und 18.30 Uhr; samstags, jeweils von 10 bis 13 Uhr, Mittwoch geschlossen.

Quelle: op-online.de

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