Zentrale Bücherei rückt in weite Ferne

Nieder-Roden (bp) ‐ Während der Spatenstich für das Medizinische Kompetenz- und Versorgungszentrum (MKZ) nahe dem S-Bahnhof immer näher rückt, erinnert der MKZ-Bauherr an ein weiteres Projekt an dieser Stelle, das seit Jahren im Gespräch ist: an den Neubau einer Zentralbibliothek.

Investor Uwe Werkmann argumentiert, dass sich dieses Vorhaben am kostengünstigsten und problemlosesten in etwa parallel zum Bau des MKZ realisieren ließe. „Das wäre am besten“, wirbt der Bauträger aus Dietzenbach. Er hatte 2003 an einem Wettbewerb um die beste Bibliotheksplanung teilgenommen und „einen Maßanzug für Rodgau“ geschneidert.

Der dreigeschossige Bau sah außer der eigentlichen Mediathek für Bücher und neue Medien auch ein Café, Räume für Veranstaltungen, Begegnungszonen und eine Dachterrasse vor. „Sechs bis acht Monate nach dem Baubeginn für das MKZ könnten wir mit dem Bibliotheksbau beginnen“, wirft Werkmann seinen Hut erneut in den Ring.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) sagte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, das Büchereiprojekt stoße in Rodgau zwar auf große Akzeptanz. Gleichwohl fehle zur Realisierung das Geld. „Und das leider nicht nur aktuell, sondern wohl auch in näherer Zukunft.“ Werkmann sei sicher dafür ein äußerst kompetenter Partner. Da es sich um ein städtisches Bauvorhaben handele, müsse das „Medienzentrum“ aber im Fall des Falles ausgeschrieben werden.

Hoffmann erwähnte, dass es mit dem Neubau allein nicht getan sei. Viel mehr würden die Stadt wohl die Folgekosten - zum Beispiel für Personal - drücken.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm / Pixelio.de

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