Stärken und Schwächen vererben sich von Mama und Papa auf die Kinder

Zeigt her eure Zeugnisse: Noten im Vergleich

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Lara Lehmberg und ihre Mutter Tanja müssen sich hinter ihren guten Zeugnissen nicht verstecken.

Rodgau - Heute ist Zeugnistag. Da liegen Stolz und Frust dicht beieinander. So ist es heute – und so war’s früher. Diese Binsenweisheit hat sich bei unserem lockeren Zeugnisvergleich wieder einmal bewahrheitet.Von Bernhard Pelka

Das Motto der Aktion: „Mama und Papa, zeigt her eure Zeugnisse!“. An was aus ihrer Schulzeit erinnern sich Erwachsene heute noch? Wie waren damals bloß die eigenen Noten? Wie sind sie im Vergleich zu den Zensuren des Sohns und der Tochter? Tanja Lehmberg muss nach Antworten auf diese Fragen ein bisschen tiefer graben als vielleicht manch anderer. „An die Feuerwehrübungen an unserer Schule kann ich mich gut erinnern. Oder daran, dass der Hausmeister immer heißen Kakao und Negerkussbrötchen verkauft hat. Aber an den Unterricht?“, nimmt die Fastnachtsprinzessin der Kampagne 2015/16 die Erinnerungslücke spitzbübisch schmunzelnd mit Humor. Zum Glück kann Mama Karola Seidel am Telefon helfen: „Ich hatte nie was zu meckern. Tanja war immer sehr kreativ. Und sie hat viel und gern Sport gemacht. Da hatte sie immer mindestens eine zwei. Das war ihr Ding.“

Frank Berg und sein Sohn Benjamin haben nicht nur beim Blick in die Schulzeugnisse viel zu Lachen. Die ganze Familie verbindet der Spaß am närrischen Frohsinn. Benjamin ist amtierender Jugendprinz des Jügesheimer Sport- und Kulturvereins, sein Vater war an der Seite seiner Ehefrau Martina Prinz der Kampagne 2007 / 2008. - Fotos: Pelka

Das hat sich bis heute nicht geändert. Im Beruf gestaltet Tanja Lehmberg für junge Eltern ganz besondere Erinnerungsstücke an einen unvergesslichen Moment: Gipsabdrücke von den Füßchen neugeborener Kinder. Und zur Fastnacht erlebt das Publikum sie temperamentvoll auf der Bühne. Wie die Mutter Tanja, so die Tochter. Lara Lehmberg, elfjähriger Spross der Jügesheimer Familie, ist ebenfalls eine Sportskanone. Nicht nur in der Schule, sondern auch in der Freizeit. Beim Jügesheimer Sport- und Kulturverein Rodgau JSK verstärkt sie die Gardetanzsportabteilung als Solotänzerin und in der Gruppe „Mini Loose“. Kreativ ist der angehende Teenager aber nicht nur beim Tanzen. Auch das Schreiben liegt Lara. Deshalb dienen ihre phantasievollen Aufsätze in der Schule manchmal als Anschauungsmaterial für andere Klassen. Aber nicht nur Stärken vererben sich, sondern auch Schwächen. „Wir beide lieben das kreative Chaos“, umschreibt Tanja Lehmberg charmant diese kleine Unzulänglichkeit. Schrift: 3, Kunst: 3, Mathematik: 1: Frank Berg erinnert sich gern an seine Schulzeit. „Es hat Spaß gemacht“, sagt der 43-jährige Handwerksmeister und zeigt zuhause am Küchentisch seinem ältesten Sohn Benjamin ein Schulzeugnis aus den frühen 80er Jahren. „Ich hatte mal einen Referendar in Mathe, der hat uns die Freude am Lernen vermittelt. Mir hat das einen echten Schub gebracht“, erläutert der Familienvater aus Jügesheim, weshalb er mit Zahlen so gut kann.

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Im Beruf kommt ihm das als Chef einer Fachfirma für Bad und Sanitär selbstverständlich zu Gute. Auch Sohn Benjamin ist gut in Mathe und den Naturwissenschaften. „Mathe und Physik – ja. Aber Ich und Kunst: das geht gar nicht“, sagt der 13-Jährige. Und noch etwas hat er mit dem Vater gemeinsam: den Spaß an der fünften Jahreszeit. Wobei es dabei nicht ums Konsumieren geht, sondern ums Gestalten. Benjamin ist amtierender Jugendprinz, Papa Frank bildete zusammen mit seiner Ehefrau Martina in der Kampagne 2007 / 2008 das umjubelte Rodgauer Prinzenpaar. Beide sind bis heute dicke in der Fassenacht aktiv. „Das verbindet die ganze Familie. Da hat jeder von uns Freude dran“, beschreibt Benjamin die aktuelle Gemütslage der Bergs. Bei den Noten für das Sozial- und Arbeitsverhalten gibt es bei Papa und Sohn ebenfalls Parallelen. Immer steht da eine zwei. Im Sportunterricht ist Benjamin allerdings einen Hauch besser als es sein Vater war. Und die Sprachen? Heizungsfachmann Berg hatte in Latein als dritter Fremdsprache eine eins. Und auch von Französisch ist einiges hängen geblieben. Zumindest hat es neulich dafür gereicht, einem Kunden seine Heizung zu erklären, obwohl nur noch eine Betriebsanleitung in Französisch vorhanden war. Chapeau!

Quelle: op-online.de

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