Rückkehr nach Rodgau

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Die Daumen hoch: Axel Fritsch (Zweiter von links) und ein Teil seiner Belegschaft grüßt mit dem traditionellen Dachdeckergruß. Im Hintergrund entstehen die Büros des Betriebsgebäudes in Holzrahmenbauweise.  Fotos: Wolf

Jügesheim (eh) - Nach fünf Jahren in Obertshausen kehrt die Firma Zilch & Fritsch GmbH nach Rodgau zurück. Der ehemals in Weiskirchen beheimatete Zimmerei- und Dachdeckerbetrieb zieht an der Gutenbergstraße einen Neubau hoch, der von Tag zu Tag wächst.

„Im Mai wollen wir umziehen“, kündigt Axel Fritsch an. Der Dachdeckermeister ist Geschäftsführer und gleichzeitig Gesellschafter des Unternehmens. Bereits am 24. März können sich Kunden und Geschäftsfreunde vom Baufortschritt überzeugen. Dann ist „Tag der offenen Baustelle“ von 13 bis 16 Uhr.

Auf einem Grundstück von 2500 Quadratmetern entstehen Lager und Produktionshalle (600 m²), Büros (100 m²) und Sozialräume (70 m²). Der großzügigere Platz erleichtert den Betriebsablauf. Axel Fritsch: „Wir haben hier den Vorteil, dass wir zwei Einfahrten haben und mehrere Fahrzeuge gleichzeitig beladen können.“ Bisher war der Platz beschränkt: „Wer als Letzter von der Baustelle kam, musste auf der Straße parken.“

Beim Neubau wird vieles selbst gemacht

Das neue Betriebsgebäude wird in doppelter Hinsicht eine Visitenkarte des Unternehmens. Denn beim Neubau macht Zilch & Fritsch vieles selbst. Neben Dachdeckerarbeiten und der energetischen Sanierung gehört auch der Holzrahmenbau zum täglichen Geschäft.

Seit der Gründung vor fast zehn Jahren ist der Betrieb stetig gewachsen. „Wir haben zu zweit begonnen, heute sind wir insgesamt 17“, berichtet Axel Fritsch. Das Unternehmen lebt vorwiegend von Aufträgen aus Rodgau und der nächsten Umgebung. Sowohl beim Material als auch bei der Verarbeitung legt der Geschäftsführer Wert auf Qualität - damit die Kunden wiederkommen.

Bei den Arbeiten fliegen die Späne.

Mit vier Gewerken ist Zilch & Fritsch auf den Baustellen der Region vertreten: Holzbau, Bedachung, Bauspenglerei und Gerüstbau. Die Wärmedämmung („energetische Sanierung“) ist besonders gefragt. Sowohl die Dicke als auch die Qualität der Dämmstoffe sei in den letzten Jahren gestiegen, wie Axel Fritsch berichtet. Der Wärmeleitwert von Mineralwolle habe sich von 0,50 auf 0,35 verbessert, bei Vollschaumplatten aus Polyurethan seien sogar Werte bis 0,24 erreichbar: „Das ist um Klassen besser als vor 20 Jahren.“ Das Eindecken der Ziegel, früher die Hauptsache beim Dachdecken, sei heute nur der Abschluss eines aufwändigen Dachaufbaus, bei dem auch Folien und Klebstoffe verarbeitet würden.

Mehr als bisher will Zilch & Fritsch zur Wärmedämmung den ökologischen Baustoff Zellulose einsetzen. „Dafür werden wir eine spezielle Maschine anschaffen“, kündigt Axel Fritsch an. Eine weitere Neuanschaffung sei geplant, um die Winddichtigkeit von Wänden und Dächern künftig selbst zu überprüfen.

Quelle: op-online.de

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