Zirkus in Hainhausen

Rodau-Auen sind kein Festplatz

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Der russische Braunbär Big Ben ist der tierische Star des Zirkus Alberti. Fürs Publikum schlägt er im Zelt an der Wilhelm-Leuschner-Straße Purzelbäume und fährt auf einem Roller. Bei Tierlehrer Harry Francesco hört er aufs Wort. In mehreren TV-Filmen spielte Big Ben schon mit. 60 Tiere und 30 Artisten treten beim Zirkus Alberti auf. Inhaber ist die traditionsreiche Zirkusfamilie Frank.

Hainhausen - Die Rodau-Auen dürfen in Zukunft zwar nie mehr als Zirkusplatz dienen. Der Zirkus Alberti, der dort derzeit seine Zelte aufgeschlagen hat, darf sich zum Abbauen aber vier Tage Zeit lassen. Das hat die Kreisbauaufsicht gestern verfügt.

„Wir spielen ab Freitag, 16 Uhr“, sagt Zirkussprecher Wolfgang Frank zufrieden. Das Gastspiel stand auf der Kippe, weil der Zirkus versäumt hatte, Genehmigungen für den Zeltaufbau und den Platz mitten in einem Landschaftsschutzgebiet an der Wilhelm-Leuschner-Straße einzuholen. Frank sagte, ein Landwirt habe die Fläche dem Zirkus überlassen. Eine offizielle Spielgenehmigung wird es der Bauaufsicht zufolge für diesen Platz zwar niemals geben.

Zum Abbau bleiben aber vier Tage Zeit. „Und was in dieser Zeit passiert, darauf haben wir keinen Einfluss“, sagte eine Kreissprecherin gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Vorstellungen geplant sind heute, 16 Uhr, Samstag, 15 und 18 Uhr, Sonntag und Montag, 15 Uhr - teils zu Sonderpreisen. Mit dabei: Europas größter Film-Bär Big Ben, 450 Kilogramm schwer und 2,50 Meter lang. Auch Affen bevölkern die Manege.

(bp)

Quelle: op-online.de

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