Ja zum Ausbau der Ringstraße

Rodgau - Fraktion und Vorstand von „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) fordern einen zeitnahen Weiterbau der Rodgau-Ringstraße und ein „in sich geschlossenes Verkehrskonzept“, sagt Vorsitzender Horst Böhm.

Der Straßenbau sei zwar bei der aktuellen Finanzlage der Stadt schwierig, dürfe aber nicht verschoben werden. ZmB erinnert an die ursprüngliche Verkehrsplanung, die Hauptverkehrsströme über die B 45 und die Rodgau-Ringstraße an den Stadtteilen vorbeizuleiten. Dieses Ziel sei fast erreicht. Nur das letzte Stück der Rodgau-Ringstraße von Hainhausen nach Weiskirchen fehle noch. Die Investition von etwa zehn Millionen Euro sei für die Verkehrsführung der nächsten 40 Jahre von weit reichender Bedeutung. Das gelte vor allem für die künftigen Einwohner der geplanten Baugebiete zwischen Hainhausen und Jügesheim: 5 000 Menschen mit etwa 3 500 Autos.

Als kontraproduktiv für die Stadtentwicklung bezeichnet ZmB die Absicht der SPD, die Rodgau-Ringstraße vorerst auf Eis zu legen. Ein Großteil der planerischen Voraussetzungen sei bereits erfüllt. Es werde schwierig, das Verfahren in sieben Jahren wieder aufzunehmen, „da sich viele Parameter verändern werden und wir wahrscheinlich wieder bei Null anfangen müssen“. Außerdem seien die Kreditzinsen derzeit auf einem historischen Tief. Unzumutbar ist laut ZmB die Belastung der Wilhelm-Leuschner-Straße. Die einstige Wohnstraße nehme heute die Last einer Hauptverkehrsstraße auf. Das sei für die Anwohner inakzeptabel und habe für den Straßenkörper fatale Folgen. Eine Entlastung erhofft der Wählerverein von einem so genannten Durchstich durch die Rodau-Aue zwischen Südtrasse und Feuerwehrhaus.

(eh)

Quelle: op-online.de

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