Antrag im Parlament

ZmB setzt sich für Erhalt der Notdienstzentrale ein

Rodgau - Die Stadtverordnetenfraktion „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) setzt sich in einem Antrag ans Parlament für den Erhalt der Ärztlichen Notdienstzentrale in Dudenhofen ein.

Ein einstimmiger Beschluss der Stadtverordneten solle dem Magistrat das Rückgrat stärken, um gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) überzeugend argumentieren zu können. Der zweite Teil des ZmB-Antrags fordert den Magistrat auf, mit der KV zu verhandeln. Nach Auffassung von ZmB ist es nicht hinnehmbar, dass der ärztliche Bereitschaftsdienst für Nächte und Wochenenden abgezogen wird: „Dies verschlechtert die ärztliche Versorgung unserer Stadt eklatant.“

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Ärztlicher Notdienst muss bleiben

Die größte Stadt des Kreises Offenbach sei ohnehin mit Ärzten nicht gut bestückt, schreibt Fraktionsvorsitzender Horst Böhm in einer Pressemitteilung. Laut KV-Zahlen sei zwar rein rechnerisch alles im grünen Bereich, aber die Wartezeiten in den Arztpraxen sprächen eine andere Sprache. Dass es für 45.000 Einwohner keinen ortsansässigen Augenarzt gebe, sei bedenkenswert.

Vor neun Jahren hatte die KV schon einmal beabsichtigt, die damals sieben Notdienstzentralen im Kreis Offenbach zu schließen. Nur die beiden Zentralen an den Krankenhäusern in Seligenstadt und Langen sollten (wie jetzt wieder) erhalten bleiben. Damals waren diese Pläne auf großen Widerstand gestoßen. Ärzte, Bürger und Politiker protestierten unisono. Das Stadtparlament startete eine Unterschriftenaktion. Als die KV im Juni 2005 von ihren Plänen Abstand nahm, hatten bereits 10 250 Bürger unterschrieben.

(eh)

Quelle: op-online.de

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